"Ruhig und unauffällig"

Hund beißt Matilda (4) tot – neue Details schockieren

Nach der tödlichen Attacke auf ein Mädchen kommen neue Details ans Licht. Der American Staffordshire Terrier hatte bereits seine Besitzerin gebissen.
André Wilding
12.07.2026, 10:00
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Nach der tödlichen Hundeattacke auf die vierjährige Matilda in Sachsen-Anhalt rückt die Vorgeschichte des American Staffordshire Terriers immer stärker in den Fokus. Wie sich im Zuge der Ermittlungen herausstellte, war Hund "Abel" bereits vor zwei Jahren nach einem Beißvorfall behördlich auffällig geworden – das berichtet die BILD.

Damals soll sich bei einer Feier in Aken eine Schlägerei ereignet haben. Dabei griff der Hund seine eigene Halterin an. "In einem Garten in Aken gab es bei einer Feier eine Schlägerei zwischen mehreren Beteiligten. Der Staffordshire ging dazwischen, fiel seine eigene Besitzerin an und verletzte sie", erinnert sich eine Nachbarin in der deutschen Boulevardzeitung.

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Hund kam nach Beißvorfall ins Tierheim

Nach dem Angriff wurde der Hund namens Abel ins Tierheim Köthen gebracht. Dort besuchte ihn seine Besitzerin gemeinsam mit ihrer Tochter. "Die Mutter kam mit dem Mädchen zu uns ins Tierheim, um ihren Hund zu besuchen", sagt Tierheim-Leiterin Regina Minasch-Elze der BILD.

Nach Informationen von BILD habe es damals Zweifel gegeben, ob der Hund in die Familie zurückkehren sollte. Die Halterin setzte sich jedoch dafür ein und absolvierte die erforderlichen Auflagen.

Wesenstest ohne Auffälligkeiten

Der American Staffordshire Terrier musste einen Wesenstest absolvieren. "Dabei gab es keine Beanstandungen", erklärt die Tierheim-Chefin der Boulevardzeitung.

Zusätzlich legte die dreifache Mutter eine Sachkundeprüfung ab. Im Dezember 2024 erhielt sie den Hund zurück. Bedingung war, dass Abel in der Öffentlichkeit dauerhaft einen Maulkorb tragen musste. Nach seiner Rückkehr soll der Hund zunächst nicht mehr aufgefallen sein.

Vierjährige starb nach Attacke

Am Mittwochnachmittag biss sich der Hund schließlich in die vierjährige Matilda fest. Die Mutter des Kindes und ein 30-jähriger Bekannter versuchten laut den bisherigen Erkenntnissen vergeblich, Hund und Mädchen voneinander zu trennen.

Gegen beide wird inzwischen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Die beiden weiteren Kinder der Hundehalterin wurden vorsorglich vom Jugendamt in Obhut genommen.

Hund verhielt sich nach der Attacke ruhig

Nach der tödlichen Attacke beschlagnahmten die Behörden den Hund. Laut den Einsatzkräften zeigte das Tier dabei kein auffälliges Verhalten. In ihrem Bericht hielten sie laut BILD fest: "Keine Auffälligkeiten. Von dem Hund geht keine Gefahr aus."

Auch Augenzeugin Susanne Brandt schildert den Moment gegenüber der Boulevardzeitung ähnlich. "Der Bekannte der Halterin stand mit dem Hund unten auf der Straße und wartete auf das Ordnungsamt. Das Tier war völlig ruhig und unauffällig."

Schließlich übernahm ein Vollzugsbeamter die Leine und brachte den Hund in ein Tierheim nach Staßfurt.

Entscheidung über Schicksal des Hundes steht bevor

Der American Staffordshire Terrier befindet sich derzeit im Tierheim in Staßfurt. Dort soll in den kommenden Tagen entschieden werden, ob das Tier eingeschläfert oder an einen geeigneten Halter vermittelt wird.

Der Leichnam der vierjährigen Matilda soll im Zuge der Ermittlungen rechtsmedizinisch untersucht werden.

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