Die Maikäfer sind zurück – und zwar in einer Dimension, die es lange nicht gab. 2026 ist ein sogenanntes Hauptflugjahr, in dem die Insekten nach ihrer mehrjährigen Entwicklung im Boden massenhaft schlüpfen.
Der Grund für das Naturspektakel liegt im faszinierenden Lebenszyklus der Tiere. Die Larven, sogenannte Engerlinge, verbringen drei bis fünf Jahre unter der Erde. Innerhalb eines Gebiets entwickeln sie sich synchron und schlüpfen fast gleichzeitig.
Wie 24garten.de unter Berufung auf den Naturschutzbund Deutschland (NABU) berichtet, wird heuer besonders im Hessischen Ried mit einem massiven Auftreten der Waldmaikäfer gerechnet. Die Prognosen sprechen von bis zu 500 Millionen Käfern in der Region.
Für Hobbygärtner stellt sich die Frage, ob der Maikäfer nun Freund oder Feind ist. Die Engerlinge können zwar Rasenwurzeln schädigen, doch die erwachsenen Käfer richten meist keinen großen Schaden an.
Wer das Schauspiel selbst erleben möchte, sollte in den Abendstunden die Laubwälder aufsuchen. Dann werden die Käfer aktiv und brechen zu ihrem Reifefraß an den Bäumen auf.
Für viele Naturfreunde ist die Rückkehr der Maikäfer ein Grund zur Freude. Ronald Bellstedt vom NABU Thüringen betont den ökologischen Wert der Tiere – sie sind eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel und andere Tiere.