Fieser Darmparasit

5.000 haben nach Fast Food explosionsartigen Durchfall

Der aktuelle Ausbruch beschäftigt nicht nur die Gesundheitsbehörden, sondern zwingt auch Fast-Food-Riesen wie Taco Bell zu drastischen Maßnahmen.
Newsdesk Heute
15.07.2026, 17:03
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Mittlerweile sind laut Angaben der Behörden mehr als 1.600 Menschen in den USA mit dem Parasiten Cyclospora cayetanensis infiziert. Über 5.000 Verdachtsfälle und 141 Spitalsaufenthalte sind bereits gemeldet worden. Wie "20 Minuten" berichtet, wurde der Einzeller, der tagelangen, explosionsartigen und wässrigen Durchfall auslösen kann, inzwischen in 34 Bundesstaaten nachgewiesen (Stand 15. Juli 2026). Besonders betroffen ist Michigan.

Woher der Ausbruch stammt, ist weiterhin ein großes Fragezeichen. "Das ist nicht wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Es ist eher so, als würde man einen mikroskopisch kleinen Teil einer Nadel im Heuhaufen suchen", schildert Steven Manderach von der Association of Food and Drug Officials gegenüber der BBC.

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Taco Bell im Fokus

Der Parasit gelangt über verunreinigte Lebensmittel oder Wasser in den Körper. Besonders häufig passiert das über frisches Obst und Gemüse. Bei früheren Ausbrüchen waren etwa Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, Basilikum, Koriander, Zuckererbsen, Zuckerschoten und verschiedene Salate betroffen. Auch diesmal steht laut den Gesundheitsbehörden in Michigan wieder Salat im Verdacht.

Nach Bekanntwerden des Ausbruchs hat Taco Bell vergangene Woche an mehreren Standorten das Angebot eingeschränkt – und das freiwillig und vorübergehend, wie Bloomberg berichtet. In Filialen in Detroit fehlen seither Salat, Koriander, Guacamole und Pico de Gallo auf der Karte. Die CDC prüft derzeit, ob Taco Bell tatsächlich mit dem Ausbruch in Zusammenhang steht.

Wie Forbes berichtet, haben einige – aber nicht alle – Erkrankten in den letzten Wochen dort gegessen. Bis die Gefahr gebannt ist, raten die Behörden, frisches Obst und Gemüse gründlich zu waschen, besser noch zu kochen.

Immer mehr Fälle durch Cyclospora

Lange Zeit gab es in den USA nur wenige Ausbrüche mit Cyclospora. Doch laut Washington Post steigen die Zahlen seit rund zehn Jahren deutlich an – besonders in den Jahren 2018 und 2019. Fachleute machen dafür den Klimawandel und bessere Nachweismethoden verantwortlich. Weil wärmere Temperaturen das Wachstum des Parasiten fördern, dürfte das Problem weiter zunehmen.

Infektionen mit Cyclospora cayetanensis sind übrigens nicht nur ein Problem in Übersee. Die Pharmazeutische Zeitung verweist auf eine europäische Studie, die dem Parasiten auch in Europa wachsende Bedeutung zuschreibt. Im März 2026 wurde etwa von einer Frau berichtet, die sich in Italien angesteckt hat.

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