Für Italien-Reisende war am Dienstag in Padova unerwartet Schluss. Nachdem der ÖBB-Railjet mit der Zugnummer RJ84 noch planmäßig gegen halb 12 aus Venedig abgefahren war, musste er nur eine halbe Stunde später stillgelegt werden.
Ein Foto zeigt: Der Zug (Höchstgeschwindigkeit 230 km/h) hatte mitten in der Fahrt eine Tür verloren. Italienische Kollegen, die für den Betrieb vor Ort zuständig sind, stehen sichtlich irritiert vor dem "Loch", das nun im Waggon klafft.
In der Fahrgastinformation Scotty ist schlicht von einer "technischen Störung am Zug" die Rede. Reisende wurden erst von der italienischen Bahn mit Bussen nach Innsbruck, von dort an seitens der ÖBB weiter nach München transportiert. Die Reisezeit verlängerte sich dadurch etwas.
Auf "Heute"-Anfrage bestätigen die ÖBB den Vorfall. Passagiere wurden dabei aber keine gefährdet: "Da es im betroffenen Wagen im Vorfeld zu einer Störung der Energieversorgung kam, war dieser abgesperrt – es befanden sich daher keine Fahrgäste in diesem Wagen."
Derzeit werde der Vorfall noch genauer untersucht. Es handelte sich übrigens um einen Railjet der neuen Generation – diese Züge sind erst seit zwei Jahren im Einsatz.