"Wir müssen alles tun, um das Problem in den Griff zu bekommen", betont der deutsche Kanzler Friedrich Merz (CDU) und widerspricht damit Vorhaltungen, Klimaschutz sei für ihn ein nachrangiges Thema.
Der Eindruck, Klimapolitik sei für ihn zweitrangig, "ist falsch", stellte Merz klar. Die Bundesregierung sei "ohne jede Einschränkung engagiert". Auch am menschengemachten Klimawandel gibt es für den Kanzler keinen Zweifel. Dies würden auch die aktuellen extremen Hitzetage in Deutschland zeigen.
Merz betont jedoch auch, das sich der Klimawandel "allein aus Deutschland heraus oder allein aus Europa heraus nicht aufhalten" lässt. Für die Zukunft sieht der Kanzler deshalb auch die große Aufgabe, "mit dem Klimawandel zu leben".
Besonders die Hitze wird künftig eine Herausforderung darstellen. Dies müsse laut Merz im Hinblick auf künftige Bauprojekte, aber auch beim "Schutz von besonders vulnerablen Gruppen" in Krankenhäusern oder Altenheimen berücksichtigt werden.
Im Kampf gegen den Klimawandel sei es am wirksamsten, auf Deutschlands technologische Fähigkeiten zu setzen - also "Technologien zu nutzen, die bei uns auch entwickelt werden", meint der Kanzler. Ein besonderes Anliegen von Merz ist es demnach, Klimapolitik und Wirtschaftspolitik "gut zu verbinden".
Abschließend betonte der Kanzler, dass Deutschland auch international an den Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel mitarbeite, etwa beim Schutz tropischer Wälder.