59 Corona-Infizierte in Verteilzentren der Post

Nachdem im Paketzentrum der Österreichischen Post in Hagenbrunn 29 Mitarbeiter positiv getestet wurden, folgte am Donnerstag der nächste Schock: Auch in einem Verteilzentrum in Inzersdorf sind mehrere Dutzend Angestellte infiziert.

Für die Österreichische Post ist die aktuelle Coronakrise "wie Weihnachten": rund um Ostern wurden rekordverdächtige 720.000 Packerl im ganzen Land ausgeliefert, mehr bringt sonst nur das Christkind. Krankenstände beim Personal würden laut einem Unternehmenssprecher aktuell aber bei der Auslieferung zu einer Verzögerung von ein bis zwei Tagen führen.

Ausgerechnet in dieser Situation wurden in einem Paketzentrum der Post in Hagenbrunn im Bezirk Korneuburg (NÖ) insgesamt 29 Angestellte positiv auf das Coronavirus getestet. Mitte der Woche waren weitere Tests unter der 300 Köpfe starken Belegschaft noch im Gange. 22 der infizierten Personen stammen aus Wien, sieben Erkrankte aus Niederösterreich – "Heute" berichtete.

Verbindung zu Asylheim Erdberg

Am Donnerstag wurde bekannt, dass auch ein weiteres Verteilzentrum in Inzersdorf in Wien-Liesing betroffen ist. Auch hier sind 30 Mitarbeiter von dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Andreas Huber vom Krisenstab der Stadt Wien bestätigte gegenüber der APA die neuen Fälle, weitere Testergebnisse seien aber noch ausständig.

Die in plötzlich großer Zahl auftretenden Fälle aus Wien ließen sich aber klar zurückverfolgen. Es soll sich laut Huber bei den Betroffenen "zum überwiegenden Teil" um Personen handeln, die bereits zuvor einen Corona-Fall in der Familie hatten. Die Verbindung von einem Bewohner der Flüchtlingsunterkunft in Erdberg mit einem Mitarbeiter im Postzentrum war hier Ursache, dass man auf die Fälle aufmerksam wurde.

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