Schock im Urlaub

60 Sekunden im Internet – dann kam 1.000-Euro-Rechnung

Für eine Familie wurde aus dem Traumurlaub ein Kosten-Schock. Nach nur einer Minute Datennutzung in Thailand wurden 1.000 Euro Gebühren verrechnet.
Newsdesk Heute
25.07.2026, 10:34
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Ein kurzer Blick aufs Handy kann im Urlaub teuer werden. Eine Familie aus Belgien musste nach der Ankunft in Thailand feststellen, wie schnell beim Roaming außerhalb der EU Kosten in vierstelliger Höhe entstehen können.

Wie das belgische Medium "HLN" berichtet, erhielt Nicolaas Van den Broek (48) kurz nach der Landung eine Benachrichtigung seines Mobilfunkanbieters Telenet: Auf dem Handy seiner Tochter waren innerhalb einer Minute Roaming-Kosten von 1.000 Euro angefallen.

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Keine Warnung oder Sperre

Laut Telenet wurden in weniger als 60 Sekunden rund 100 Megabyte an Daten verbraucht. Die automatische Warnung und Sperre habe deshalb nicht rechtzeitig gegriffen. Der Familienvater zeigt sich darüber verärgert. Er fragt sich, warum es keinen automatischen Stopp gibt, der derart hohe Beträge verhindert. Selbst wenn ein Fehler passiert sei, seien 1.000 Euro für eine Minute Datennutzung nicht verhältnismäßig.

Der Fall ist laut "HLN" kein Einzelfall. Beschwerden über hohe Roaming-Gebühren außerhalb der Europäischen Union nahmen im vergangenen Jahr demnach um rund 20 Prozent zu.

Ein Grund dafür sind die hohen Preise ausländischer Mobilfunkanbieter pro Megabyte sowie die zeitverzögerte Datenabrechnung. Dadurch treffen Warn-SMS oder Sperren oft erst ein, wenn bereits hohe Kosten entstanden sind.

Auch der zuständige Telekommunikations-Ombudsmann übt laut Bericht Kritik an dem System. "Ich verstehe die Frustration", sagt er mit Blick auf den Fall der Familie. Nach seiner Einschätzung können Haushalte trotz normalem Mobilfunkvertrag innerhalb weniger Sekunden Kosten in vierstelliger Höhe anhäufen. Er fordert deshalb verbindliche Obergrenzen, die sich am monatlichen Tarif orientieren.

Auch Reiseziele in Europa können teuer werden

Wie das Vergleichsportal Verivox erklärt, drohen hohe Roaming-Kosten nicht nur bei Fernreisen. Auch beliebte Urlaubsziele in Europa können zur Kostenfalle werden. So können sich Smartphones auf den Dodekanes-Inseln nahe der türkischen Küste unbemerkt in das Netz eines Nicht-EU-Landes einwählen.

Die Verbraucherzentrale weist außerdem darauf hin, dass auch Andorra und Monaco nicht zur EU-Roaming-Zone gehören. Dort gelten die EU-Preisobergrenzen ebenfalls nicht.

Besondere Vorsicht ist laut den Verbraucherschützern auch auf Schiffen geboten. Mobiltelefone verbinden sich dort häufig automatisch mit bordeigenen Satellitennetzen, wodurch sich innerhalb kurzer Zeit hohe Gebühren ansammeln können.

So schützt man sich

Laut "Chip.de" empfiehlt es sich, Daten-Roaming und mobile Daten vor Reisebeginn außerhalb der EU zu deaktivieren und unterwegs möglichst nur gesicherte WLAN-Netze zu nutzen.

Wer auch außerhalb der EU mobiles Internet benötigt, sollte vorab einen Roaming-Pass beim eigenen Mobilfunkanbieter buchen oder vor Ort eine Prepaid- beziehungsweise eSIM-Karte kaufen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 25.07.2026, 10:34