Anklage in Berlin

Elektriker soll Dutzende Frauen vergewaltigt haben

Ein 68-jähriger Mann aus Berlin steht unter Verdacht, Dutzende Frauen mit Schlafmitteln betäubt, vergewaltigt und dabei gefilmt zu haben.
Newsdesk Heute
14.07.2026, 21:21
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Die Berliner Staatsanwaltschaft hat gegen einen 68-Jährigen Anklage wegen schwerer Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung erhoben. Der Deutsche befindet sich seit Anfang März in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, insgesamt 58 Frauen betäubt und sexuell missbraucht zu haben.

Der Beschuldigte soll seine Opfer über Dating-Plattformen kennengelernt haben. Bei seinen Treffen mit den Frauen soll er ihnen verschiedene Schlafmittel in Getränke oder Speisen gemischt haben – dazu kam Alkoholgenuss. Waren seine Opfer bewusstlos, verging er sich an ihnen und filmte die Taten.

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Laut Staatsanwaltschaft wussten die Frauen nichts von alledem und erfuhren erst im Rahmen der Ermittlungen und von den erschütternden Videos, was ihnen zugestoßen war.

Wie n-tv.de berichtet, wurden die Übergriffe über einen längeren Zeitraum begangen. Aufgeflogen war sein Tun erst über einen inzwischen verstorbenen Chat-Partner, gegen den Anfang 2025 wegen ähnlicher Vorwürfe ermittelt worden war.

Die Berliner Polizei konnte schließlich bei der folgenden Durchsuchung der Wohnung des Elektrikers im Februar 2026 umfangreiches Videomaterial sicherstellen. Bei der Auswertung dann der Schock. Am 3. März 2026 folgte eine weitere Hausdurchsuchung und die Festnahme.

Der Verdächtige schweigt bisher eisern zu den Vorwürfen. Die Berliner Justiz geht von einem der schwersten Fälle von Serienvergewaltigung in der deutschen Hauptstadt aus. Die Opfer stammen aus verschiedenen Altersgruppen und Lebenssituationen. In Summe sollen es 58 Frauen sein.

Verjährung

Zehn mutmaßliche Opfer konnten laut Behördenangaben bislang nicht identifiziert werden. 30 weitere Frauen sind namentlich bekannt, die Ermittlungen laufen in ihren Fällen aber noch. In drei weiteren Fällen habe sich bislang kein hinreichender Tatverdacht ergeben.

Im Fall einer Frau, die 36 Mal in den Jahren 2010 bis 2014 von dem 68-Jährigen vergewaltigt worden sein soll, musste das Verfahren wegen Verjährung eingestellt werden, berichtet "Focus". Weil Gewaltanwendung nicht mit ausreichender Sicherheit nachgewiesen werden konnte, verjähren diese Taten bereits nach fünf Jahren und nicht erst nach 20 Jahren.

Im Fall von 14 Frauen hat die Staatsanwaltschaft Berlin in 22 Fällen Anklage erhoben. Jetzt muss das Landgericht Berlin entscheiden, ob diese zugelassen wird und es zum Prozess kommt.

Die Staatsanwaltschaft hat jedenfalls ein klares Ziel: Der mutmaßliche Serienvergewaltiger soll schnell hinter Gitter und nach Verbüßung einer Haftstrafe in Sicherungsverwahrung.

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