Konrad Laimer haderte nach der 0:2-Niederlage Österreichs gegen Argentinien vor allem mit der Linie des Schiedsrichters. Der Bayern-Profi kritisierte nach dem WM-Duell die vielen ungeahndeten Fouls des Titelverteidigers.
"Ich weiß nicht, wie viele Fouls sie gemacht haben. Gefühlt waren es 700. Die erste Gelbe Karte haben sie erst nach 70 Minuten bekommen. Aus irgendeinem Grund gibt man keine Gelben Karten mehr", schimpfte Laimer nach dem Spiel.
Sportlich zog der Mittelfeldspieler dennoch auch positive Aspekte aus dem Auftritt der ÖFB-Elf. "Wir hatten in der zweiten Halbzeit gute Ballbesitzphasen. Am Ende entscheiden Kleinigkeiten. Wir haben einiges gut gemacht, anderes weniger gut", meinte der 29-Jährige.
Einmal mehr im Mittelpunkt stand Lionel Messi. Der Superstar erzielte beim 2:0-Erfolg der Argentinier beide Treffer und stellte mit seinem 18. WM-Tor einen neuen Rekord auf. Trotz der Niederlage zeigte sich Laimer beeindruckt vom Weltmeister.
"Seine Ballführung, sein letzter Pass und seine Kaltschnäuzigkeit sind unglaublich. Es ist manchmal sogar lustig zu beobachten, wie er herumsteht und dann mit einer Aktion den Unterschied macht", sagte der Bayern-Star bei ServusTV. "Es ist immer wieder schön, gegen die besten Spieler zu spielen."
Mit drei Punkten aus zwei Spielen hat Österreich weiterhin gute Chancen auf den Aufstieg ins Sechzehntelfinale. Im abschließenden Gruppenspiel wartet am Sonntag Algerien. "Jetzt regenerieren wir uns erst einmal. Dann wollen wir das nächste Spiel gewinnen und schauen, was uns erwartet", blickte Laimer nach vorne.