Groß gefeiert

75! So wurde Werger zur Austropop-Legende

Austropop-Legende Stefanie Werger feiert ihren 75. Geburtstag und blickt auf fünf Jahrzehnte voller Hits aber auch Rückschläge zurück.
Heute Entertainment
02.07.2026, 12:26
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Stefanie Werger wird 75 – und eines hat sich bis heute nicht geändert: Sie ist "Stoak wie a Felsen". Die Austropop-Ikone feiert am Donnerstag ihren Geburtstag – und blickt auf eine Karriere zurück, die alles andere als selbstverständlich war.

Denn bevor Werger in den 1980er-Jahren mit Hits wie "Die Nächste bin I", "Flamenco Turistico" oder ihrer Hymne "Stoak wie a Felsen" ganz Österreich begeisterte, musste sie einen langen Atem beweisen.

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Zehn Jahre aus dem Koffer gelebt

Geboren in der Weststeiermark als Tochter einer Bergarbeiterfamilie, war Musik schon früh ihr Leben. Flöte, Klavier, Geige – später studierte sie an der Grazer Musikakademie und arbeitete nebenbei als Musiklehrerin.

Mit 20 warf sie den sicheren Job hin, um Musikerin zu werden. Der Traum von der großen Karriere führte allerdings nicht sofort auf die großen Bühnen. Stattdessen tingelte sie zehn Jahre lang mit Bands durch Deutschland und die Schweiz – oft fernab von Glanz und Glamour.

Über einen ihrer ersten Auftritte sagte sie später mit typisch steirischem Schmäh: Statt in der "großen weiten Welt" landete sie in Plattling bei Deggendorf – in einem umgebauten Kuhstall, "der auch noch immer so gerochen hat".

Kurz vorm Aufgeben kam der Durchbruch

Mit 30 wollte Werger die Musikkarriere bereits an den Nagel hängen und suchte wieder nach einem festen Wohnsitz. Doch ausgerechnet beim letzten geplanten Engagement wurde sie vom Wiener Verleger Herbert Kefeder entdeckt.

1982 folgte mit "Die Nächste bin I" der große Durchbruch. Kurz darauf landete sie mit "Flamenco Turistico" einen Nummer-eins-Hit und etablierte sich endgültig als eine der wenigen Frauen, die sich in der männerdominierten Austropop-Szene durchsetzen konnten.

Mehr als nur Sängerin

Werger beschränkte sich nie nur auf die Musik. Sie schrieb Bestseller-Bücher, spielte in Filmen mit und begeisterte auch als Kabarettistin mit Programmen wie "Ganzkörperkultur" oder "Frauen wollen nur das Eine".

Erst Rückenprobleme zwangen sie vor einigen Jahren dazu, sich endgültig von der Bühne zu verabschieden.

Auszeichnungen und neue Musik

Für ihr Lebenswerk wurde Werger vielfach geehrt – unter anderem mit dem Amadeus Austrian Music Award für ihr Lebenswerk sowie dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

Pünktlich zu ihrem 75. Geburtstag erschien nun die Best-of-Sammlung "Stoak wie a Felsen". Darauf finden sich die größten Hits aus fünf Jahrzehnten – inklusive der neuen Single "So schene Leit", in der Werger mit gewohnt spitzer Zunge die Schickeria aufs Korn nimmt.

Mit 75 bleibt Stefanie Werger damit genau das, was sie immer war: eine der markantesten Stimmen des Austropop – ehrlich, unbequem und eben stoak wie a Felsen.

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