Probleme im Dienst

77 Strafverfahren: Zivildiener sorgen für Ärger

In Vorarlberg wurden in drei Jahren 77 Strafverfahren gegen Zivildiener eingeleitet - nicht alle erfüllen ihren Dienst wie vorgeschrieben.
Österreich Heute
20.04.2026, 15:10
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Zivildiener gelten als verlässliche Stütze im System. Doch aktuelle Zahlen aus Vorarlberg zeigen: Es gibt auch immer wieder Probleme.

In den vergangenen drei Jahren wurden insgesamt 77 Strafverfahren gegen Zivildiener eingeleitet, das berichtet der ORF. Betroffen sind damit aber nicht automatisch genauso viele Personen. Laut Zivildienstserviceagentur dürfte sich die Zahl der betroffenen Zivis auf etwa 20 bis 30 beschränken.

Insgesamt haben zwischen 2023 und 2025 rund 2.700 junge Männer ihren Dienst in Vorarlberg begonnen. Die große Mehrheit erfüllt ihre Aufgaben ohne Auffälligkeiten. Einzelne Fälle sorgen jedoch für Ärger.

Zu den häufigsten Verstößen zählt, dass Zivildiener einfach nicht zum Dienst erscheinen – obwohl sie bereits zugewiesen wurden. Es gab auch Fälle, in denen Zivis nach Dienstantritt wochenlang untergetaucht sind. Auch unentschuldigtes Fehlen oder mangelnde Arbeitsleistung können als Dienstpflichtverletzung gewertet werden.

Erzähle uns deine Story!

Wurde dir eine Beihilfe gestrichen? Kannst du dir das Leben kaum mehr leisten? Ist dir gerade etwas besonders Trauriges, Witziges oder Erstaunliches geschehen? Bewegt dich ein anderes Thema? Bist du der Meinung, dass deine Geschichte erzählt werden sollte? Dann melde dich bei uns unter [email protected]. Denn deine Story ist uns wichtig!Mail an uns

Bevor es zu einer Entlassung kommt, werden meist Strafverfahren eingeleitet. Eine Entlassung gilt als letztes Mittel. Österreichweit trifft es jährlich rund 900 Zivildiener, etwa die Hälfte davon aus disziplinären Gründen. Diese werden für drei Monate gesperrt und müssen ihre restliche Dienstzeit später nachholen.

Ein Zivildienst dauert insgesamt 274 Tage. Wer vorzeitig entlassen wird, wird danach erneut zugewiesen.

Trotz der Vorfälle bleibt der Bedarf hoch: Im vergangenen Jahr wurden österreichweit 14.884 Männer zum Zivildienst eingeteilt, rund 910 davon in Vorarlberg. Der Bedarf konnte zu etwa 90 Prozent gedeckt werden.

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.04.2026, 15:10
Jetzt E-Paper lesen