Ihre Rezepte gehen viral

Oma Annemarie wird mit 79 Jahren zum Internet-Hit

Wenn Oma Annemarie kocht, schauen Millionen zu. Mit Enkelin Vanessa erobert sie TikTok und Instagram – jetzt gibt es sogar ein Kochbuch.
Newsdesk Heute
10.05.2026, 16:11
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In eine Panade gehören keine Eier, statt mit Wasser wird Rotkohl besser mit Traubensaft gekocht, und damit eine Suppe klar bleibt, müssen die Nudeln extra abgekocht werden.

Diese und weitere Küchen-Kniffe lernen Tausende Follower jede Woche auf den Social-Media-Accounts von Vanessa und ihrer Oma Annemarie.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Wir machen heute eine Rindfleischsuppe", sagt die 79-Jährige in die Handykamera ihrer Enkeltochter. Oma kocht und Vanessa filmt – Schritt für Schritt zeigen sie, wie aus einfachen Zutaten traditionelle Gerichte entstehen.

Seit dem ersten Video im September 2024 kamen Tausende Follower und Millionen Klicks dazu.

Das erste Kochbuch von Oma und Vanessa ist eine Hommage an die traditionelle Küche und den Geschmack der Kindheit.
Riva Verlag

Wie NTV berichtet, wirken solche Generationen-Duos laut Expertin Hanna Klimpe von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg "besonders glaubwürdig, weil sie manchen Mechanismen einfach widersprechen und für Überraschungsmomente sorgen".

Der Trend könne zu "emotionaler Stabilisierung und gegenseitigem Verständnis" beitragen.

Hasskommentare gegen die Enkelin

Doch nicht alles ist positiv: Richtige Hasskommentare richten sich aber nie gegen die 79-Jährige, sondern an Vanessa. Dann wird sie manchmal als "die Faule" beschimpft, die ihrer Oma nicht beim Kochen helfe.

Was die Hater nicht wissen: Oma Annemarie hat "Hummeln im Hintern" und lässt ihre Enkelin aus Perfektionismus lieber nicht an die Kochöpfe.

Die meiste Zeit steht das Duo aber in der Gunst der Follower. "Ich habe auch schon einige Heiratsanträge bekommen, nur weil sie bei Oma essen wollen", erzählt Vanessa. Viele schreiben sogar, sie hätten bei den Videos geweint.

Oma Annemarie gibt nicht nur Kochtipps, sondern vielen auch das Gefühl von Geborgenheit.

"Man kriegt virtuell Großeltern dazu"

"Man kriegt virtuell ein paar Großeltern dazu", erklärt Wissenschaftlerin Klimpe. "In einer Gesellschaft, in der sehr viele nicht in einer Dorfstruktur leben, bedient das eine Sehnsucht nach familiärem Zusammenhalt."

Manche aus der Community lernen durch Oma Annemarie sogar Deutsch, weil sie so langsam und deutlich spricht.

Wie lange das Generationen-Duo noch Videos teilt, hängt ganz von der 79-Jährigen ab: "Wenn Oma morgen sagt, sie hat keinen Bock mehr, dann ist das so", sagt Vanessa, "aber die Zeit mit ihr gerade kann mir keiner nehmen."

{title && {title} } red, {title && {title} } 10.05.2026, 16:11
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