"Eine Tasse Mehl", "eine Tasse Zucker" oder "eine Tasse Milch": Solche Mengenangaben finden sich in unzähligen Rezepten. Doch wer schon einmal versucht hat, ein amerikanisches Backrezept nachzumachen, weiß: Eine Tasse ist nicht gleich eine Tasse.
Der Grund liegt in unterschiedlichen Standards. In deutschsprachigen Rezepten wird häufig mit einer normalen Kaffeetasse von etwa 150 Millilitern gerechnet. In amerikanischen Rezepten meint "cup" hingegen meist 240 Milliliter - also fast das Doppelte.
Wie chip.de berichtet, kann das beim Backen ordentlich ins Auge gehen. Wer versehentlich statt einer 150-Milliliter-Tasse mit einem 240-Milliliter-Cup arbeitet, verändert die Gesamtmenge deutlich. Das beeinflusst Konsistenz, Backzeit und das Gelingen.
Noch kniffliger wird es bei der Umrechnung in Gramm. Denn eine Tasse lässt sich nicht pauschal umrechnen. Bei Wasser geht es noch relativ einfach: 240 Milliliter entsprechen etwa 240 Gramm. Doch bei Mehl, Zucker oder Butter sieht das ganz anders aus.
So wiegt ein Cup Mehl nur rund 120 Gramm, während die gleiche Menge Zucker deutlich schwerer ist. Jede Zutat hat eine andere Dichte - und damit ein anderes Gewicht bei gleichem Volumen.
Die gute Nachricht: Tassenrezepte können trotzdem gelingen. Der Trick ist, für alle Zutaten dieselbe Tasse zu verwenden. So bleibt das Mengenverhältnis erhalten - und darauf kommt es bei vielen Kuchen und Muffins an.
Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte aber zur Küchenwaage greifen. Experten empfehlen das Abwiegen als verlässlichste Methode - besonders bei internationalen Rezepten.