Gesundheitsprognose

Nicht nur Gewicht! Auch diese 5 Werte sind entscheidend

Von Vitamin D bis Bauchumfang: Einige Messwerte sagen mehr über dein Risiko für Krankheiten aus als die Zahl auf der Waage.
Heute Life
10.03.2026, 08:44
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Wann hast du dich zuletzt auf die Waage gestellt? Die meisten Menschen wissen ziemlich genau, wie viel sie wiegen. Auch Werte wie Blutdruck oder Cholesterin sind vielen vertraut, weil sie regelmäßig bei Vorsorgeuntersuchungen gemessen werden. Doch es gibt noch andere wichtige Gesundheitswerte, die weniger bekannt sind – obwohl sie viel über den Zustand des Körpers verraten können. Wer sie im Blick behält, kann mögliche Probleme oft frühzeitig erkennen und gegensteuern.

Welche Tests Ärzte bei Routinechecks durchführen

Um sich ein umfassendes Bild von der Gesundheit eines Patienten zu machen, können Ärzte eine Vielzahl von Laboruntersuchungen und Tests anordnen.

Zu den Standarduntersuchungen gehören:

  • ein Stoffwechselprofil
  • ein Cholesterinprofil
  • ein Schilddrüsentest
  • ein vollständiges Blutbild

Diese Tests liefern wertvolle Hinweise auf verschiedene Erkrankungen. Aber es gibt noch mehr Werte, die wichtig sind:

1. Nüchterninsulin: Früher Hinweis auf Diabetes

Ein besonders wichtiger Wert ist der Nüchterninsulinspiegel. Er zeigt, wie viel Insulin der Körper nach einer Nacht ohne Nahrung produziert. Dieser Wert hilft dabei, Insulinresistenz frühzeitig zu erkennen – ein Zustand, der langfristig zu Typ-2-Diabetes führen kann. Die Entwicklung von Typ-2-Diabetes geschieht schleichend und nicht von heute auf morgen. Deshalb ist eine frühe Diagnose besonders wichtig. Wenn der Insulinspiegel erhöht ist, können Ernährungsumstellung, mehr Bewegung und Gewichtsreduktion helfen, das Risiko zu senken.

2. Vitamin D: der unterschätzte Gesundheitsfaktor

Auch der Vitamin-D-Spiegel sollte regelmäßig überprüft werden. Studien zufolge leiden bis zu zwei Drittel der Menschen an einem Vitamin-D-Mangel. In Österreich zahlt die ÖGK die Messung dieses Wertes beim Blutbild nicht mehr. Je nach Labor kostet die Erhebung um die 20 Euro aus eigener Tasche. Aber es zahlt sich aus, denn...

Vitamin-D-Mangel kann Auswirkungen haben auf:

In vielen Fällen lässt sich ein Mangel einfach mit Nahrungsergänzungsmitteln ausgleichen.

3. Ferritin: Hinweis auf Eisenmangel

Ein weiterer wichtiger Laborwert ist Ferritin, ein Marker für den Eisenspeicher im Körper.

Ein niedriger Ferritinwert kann zu verschiedenen Beschwerden führen, etwa:

  • Müdigkeit und Schwäche
  • Schwindel
  • verminderte Leistungsfähigkeit
  • Haarausfall
  • Restless-Legs-Syndrom

4. Bauchumfang

Beim Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielt nicht nur das Gewicht eine Rolle – auch der Taillenumfang ist entscheidend. Laut Alison MacKinlay vom Wexner Medical Center der Ohio State University zeigt dieser Wert besonders gut, wie viel viszerales Fett im Körper vorhanden ist.

Dieses Fett lagert sich um die inneren Organe und steht in Zusammenhang mit:

  • Insulinresistenz
  • Bluthochdruck
  • erhöhten Cholesterinwerten
  • Herzkrankheiten
  • Diabetes

Viszerales Fett (Eingeweidefett) ist das stoffwechselaktive Fettgewebe in der Bauchhöhle, das innere Organe umgibt. Es ist gesundheitsschädlich, da es Entzündungsstoffe und Hormone produziert, die das Risiko für Typ-2-Diabetes, Herzinfarkte und Schlaganfälle deutlich erhöhen.

Selbst Menschen mit normalem Gewicht können ein erhöhtes Risiko haben, wenn sich viel Bauchfett angesammelt hat.

Als Richtwert gilt:

  • Männer: mehr als 102 cm Taillenumfang
  • Frauen: mehr als 88 cm

5. Herzfrequenzvariabilität: Was sie über Stress verrät

Viele moderne Smartwatches oder Fitnessringe messen inzwischen die sogenannte Herzfrequenzvariabilität (HRV). Dabei handelt es sich um die Schwankungen zwischen einzelnen Herzschlägen. Dieser Wert zeigt, wie gut das Zusammenspiel zwischen dem aktivierenden und dem entspannenden Teil des Nervensystems funktioniert.
Hohe HRV: Hinweis auf gute Fitness und Stressresistenz
Niedrige HRV: kann mit chronischem Stress, Schlafproblemen oder Krankheiten zusammenhängen

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