Vitamin D spielt eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit – und doch zählt es zu den Nährstoffen, bei denen viele Menschen unterversorgt sind. Besonders in den Herbst- und Wintermonaten wird das Problem sichtbar: Die Sonne steht tief, die Tage sind kurz, und unsere Haut kann kaum noch Vitamin D selbst bilden. Dabei ist das "Sonnenvitamin" essenziell für ein starkes Immunsystem, gesunde Knochen und Muskeln sowie für das allgemeine Wohlbefinden.
Gerade weil ein Mangel oft lange unbemerkt bleibt und sich nur unspezifisch durch Müdigkeit, Infektanfälligkeit oder Stimmungstiefs äußert, ist eine gezielte Kontrolle wichtig. Eine Blutanalyse zeigt den tatsächlichen Vitamin-D-Status und schafft die Grundlage für eine individuell angepasste Versorgung. Bis vor Kurzem konnte man das Vitamin noch im Rahmen der jährlich kassenbezahlten Gesundenuntersuchung im Blutbild mitbestimmen lassen. Damit ist aber jetzt Schluss.
"Die Vitamin-D-Serumspiegelbestimmung ist sehr kostenaufwendig und die Diagnosekosten übersteigen die Therapiekosten um ein Vielfaches", heißt es unter anderem in einem Informationsschreiben, das im April 2025 an alle ÖGK-Vertragspartner erging. Der Kostenaufwand für die Vitamin-D-Bestimmung im Jahr 2022 sei bei rund 10 Prozent des gesamten Laboraufwandes gelegen. Dies habe sich auf ganz Österreich gerechnet auf nahezu 16 Millionen Euro summiert, Tendenz stark steigend.
Aber auch wer eine dieser Voraussetzungen erfüllt, kann innerhalb eines Jahres maximal zwei Vitamin-D-Bestimmungen auf Kassenkosten machen lassen.
Patienten, die dennoch eine Bestimmung dieses Laborparameters wünschen, erhalten eine Rechnung vom Labor, eine Kostenerstattung seitens der ÖGK kann nicht erfolgen. Die Kosten liegen zwischen 34 Euro und 19,50 – je nach Labor und Bestimmungsform [Vitamin D (1,25-OH) oder Vitamin D (25-OH) total].