Einsparung

Blutbild – das musst du jetzt selbst bezahlen

Die ÖGK hat die Kostenübernahme des Vitamin-D-Wertes im Rahmen der Blutuntersuchung eingestellt. Gezahlt wird nur noch bei bestimmten Voraussetzungen.
Heute Life
03.02.2026, 21:17
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Vitamin D spielt eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit – und doch zählt es zu den Nährstoffen, bei denen viele Menschen unterversorgt sind. Besonders in den Herbst- und Wintermonaten wird das Problem sichtbar: Die Sonne steht tief, die Tage sind kurz, und unsere Haut kann kaum noch Vitamin D selbst bilden. Dabei ist das "Sonnenvitamin" essenziell für ein starkes Immunsystem, gesunde Knochen und Muskeln sowie für das allgemeine Wohlbefinden.

Gerade weil ein Mangel oft lange unbemerkt bleibt und sich nur unspezifisch durch Müdigkeit, Infektanfälligkeit oder Stimmungstiefs äußert, ist eine gezielte Kontrolle wichtig. Eine Blutanalyse zeigt den tatsächlichen Vitamin-D-Status und schafft die Grundlage für eine individuell angepasste Versorgung. Bis vor Kurzem konnte man das Vitamin noch im Rahmen der jährlich kassenbezahlten Gesundenuntersuchung im Blutbild mitbestimmen lassen. Damit ist aber jetzt Schluss.

"Sehr kostenaufwendig"

"Die Vitamin-D-Serumspiegelbestimmung ist sehr kostenaufwendig und die Diagnosekosten übersteigen die Therapiekosten um ein Vielfaches", heißt es unter anderem in einem Informationsschreiben, das im April 2025 an alle ÖGK-Vertragspartner erging. Der Kostenaufwand für die Vitamin-D-Bestimmung im Jahr 2022 sei bei rund 10 Prozent des gesamten Laboraufwandes gelegen. Dies habe sich auf ganz Österreich gerechnet auf nahezu 16 Millionen Euro summiert, Tendenz stark steigend.

Voraussetzungen für Kostenübernahme

Die Kosten für eine solche Bestimmung werde jetzt nur noch bei bestimmten Indikationen übernommen werden. Dazu zählen:

  • Osteoporose
  • Rachitis bzw. Osteomalazie (Störung des Knochenstoffwechsels)
  • medikamentös bedingt beschleunigter Vitamin-D-Metabolismus (z. B. Steroide)
  • chronische Niereninsuffizienz
  • Transplantierte und immunsupprimierte Personen
  • Personen mit Magenbypass
  • Epileptische Patienten, die dagegen Medikamente nehmen
  • Personen, die unvermeidbar permanentem Mangel an Sonnenlicht ausgesetzt sind (immobile Patienten)

Aber auch wer eine dieser Voraussetzungen erfüllt, kann innerhalb eines Jahres maximal zwei Vitamin-D-Bestimmungen auf Kassenkosten machen lassen.

Privat zu zahlen

Patienten, die dennoch eine Bestimmung dieses Laborparameters wünschen, erhalten eine Rechnung vom Labor, eine Kostenerstattung seitens der ÖGK kann nicht erfolgen. Die Kosten liegen zwischen 34 Euro und 19,50 – je nach Labor und Bestimmungsform [Vitamin D (1,25-OH) oder Vitamin D (25-OH) total].

{title && {title} } red, {title && {title} } 03.02.2026, 21:17
Jetzt E-Paper lesen