22 Ergänzungsmittel untersucht

Überdosierung! VKI warnt vor Vitamin-D-Präparaten

Der VKI hat gemeinsam mit der deutschen Stiftung Warentest 22 Vitamin-D-Präparate getestet. 20 von 22 Präparaten waren überdosiert.
Heute Life
27.01.2026, 12:40
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Vitamin D nimmt unter den Vitaminen eine Sonderrolle ein: Es wirkt wie ein Hormon und ist an zahlreichen Prozessen im Körper beteiligt. Bekannt ist es vor allem für seine Bedeutung für Knochen und Zähne, doch auch das Immunsystem, die Muskelfunktion und sogar die Stimmung hängen von einer ausreichenden Versorgung ab. Da im Winter weniger Sonnenlicht herrscht, glauben viele, schlecht versorgt zu sein und greifen auf eigene Faust zu diversen Präparaten. Das sollte man jedoch nicht tun.

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat gemeinsam mit der deutschen Schwesterorganisation Stiftung Warentest 22 Vitamin-D-Präparate getestet. Die Ergebnisse bestätigen: Eine Überdosierung ist möglich und kann auf Dauer schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen.

20 von 22 Präparaten überdosiert

Nur zwei der 22 getesteten Präparate sind sinnvoll dosiert, alle anderen Produkte sind meist überdosiert, fünf sogar stark. Dazu zählen die Vitamin-D-Präparate von Alsiroyal, Dekristolvit, Hübner, und Sanotact. In welcher Form, ob Tabletten, Saft, Tropfen oder Kapseln, spielt dabei keine Rolle. Auf die Menge kommt es an. 800 I.E. empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei fehlender körpereigener Vitamin-D-Produktion, was zugleich der BfR-Höchstmengenempfehlung für Nahrungsergänzungsmittel entspricht.

Für Risikogruppen kann eine vorbeugende Einnahme sinnvoll sein. Dazu zählen unter anderem Pflegeheimbewohner, chronische Kranke oder adipöse Personen. Im Alter sinkt die Fähigkeit zur Bildung von Vitamin D, daher kann sich die Einnahme auch für Menschen über 65 Jahre eignen.

Keine Einnahme auf eigene Faust

Was viele nicht wissen: Vitamin D wird im Fett- und Muskelgewebe eingelagert – und mit gut gefüllten Speichern kommt man auch gut durch sonnenarme Zeiten. Die zusätzliche Einnahme eines zu hoch dosierten Vitamin-D-Präparats über eine lange Dauer kann im schlimmsten Fall zu Nierenschäden führen. Vitamin-D-Präparate sollten daher nicht auf eigene Faust eingenommen werden, sondern vorab ärztlich abgeklärt werden. Mit einer Blutabnahme kann der Vitamin-D-Status erhoben werden.

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