Hektik am Teller

Essen im Eiltempo – das passiert, wenn du schnell isst

Schnell essen gehört für viele zum Alltag, doch der Körper zahlt dafür einen Preis. Welche Folgen das hat und wie man es besser macht.
Heute Life
27.01.2026, 12:32
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Zwischen Terminen, Meetings und Alltagsstress bleibt oft kaum Zeit fürs Essen. Schnell ein Snack zwischendurch, ein paar hastige Bissen vor dem Bildschirm – fertig. Doch was für viele zur Gewohnheit geworden ist, kann dem Körper schaden. Denn wer regelmäßig zu schnell isst, riskiert nicht nur ein bisschen Bauchweh, sondern langfristig auch ernsthafte Gesundheitsprobleme.

Schlechte Angewohnheit

"Zu schnelles Essen kann negative Auswirkungen auf unser Verdauungssystem haben", erklärt Justin Field, Gastroenterologe der University of California, gegenüber der "Time". Wer hastig isst, kaut weniger – größere Nahrungsteile landen im Magen, zusätzlich wird mehr Luft geschluckt. Die Folge: Blähungen, Völlegefühl, Sodbrennen und Unwohlsein nach dem Essen.

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Auch Überessen wird dadurch wahrscheinlicher: Studien zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen schnellem Essen und Übergewicht. Eine chinesische Analyse bringt hastiges Essen mit Fettleibigkeit, Bluthochdruck und erhöhten Blutfetten in Verbindung. Eine Untersuchung aus 2024 fand sogar ein erhöhtes Risiko für eine nicht-alkoholische Fettleber.

Laut Jaime Almandoz, Professor des UT Southwestern Medical Center, führt schnelles Essen nicht direkt zur Gewichtszunahme, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit, zu viel zu essen. Der Grund: Das Hirn braucht Zeit, um das Sättigungssignal zu verarbeiten. Wer zu schnell isst, hört oft erst auf, wenn der Teller leer ist und nicht, wenn man bereits satt ist.

Die gute Nachricht: Schon mit kleinen Veränderungen im Essverhalten lässt sich das Tempo deutlich reduzieren – und der Körper profitiert sofort davon. Hier fünf Tipps, die dir dabei helfen können.

1. Lebensmittel wählen, die Kauen erfordern

Die Verdauung beginnt bereits im Mund: Wer Lebensmittel isst, die mehr Kauen benötigen, verlangsamt sein Ess-Tempo ganz automatisch. Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, Gemüse, Obst und Vollkornprodukte sorgen dafür, dass man bewusster isst. Auch bei Eiweiß lohnt sich die Wahl: Ein Stück Fleisch oder Fisch braucht mehr Zeit als stark verarbeitete Produkte wie Wurst.

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2. Ultra-verarbeitete Lebensmittel vermeiden

Chips, Fast Food und Fertiggerichte sind so konzipiert, dass sie schnell gegessen werden – und dabei viele Kalorien liefern: Sie sättigen kaum, fördern Heißhunger und lassen das Ess-Tempo unbewusst steigen. Besser sind einfache, natürliche Alternativen wie Reis mit Bohnen, Nüsse statt Knabbergebäck oder frische Mahlzeiten statt schneller Snacks.

3. Bewusste Ess-Pausen einbauen

Wer zwischen den Bissen kurz innehält, gibt dem Körper Zeit, Sättigung wahrzunehmen. Lege das Besteck zwischendurch ab, kaue jeden Bissen gründlich und mache zur Hälfte der Mahlzeit eine kleine Pause. Schon wenige Sekunden reichen, um das Tempo deutlich zu drosseln.

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4. Auf den Magen hören

Wer nur dem Geschmack folgt, isst leicht über den Hunger hinaus. Achte bewusst darauf, wie sich dein Bauch anfühlt: Fühlst du dich noch hungrig – oder eigentlich schon angenehm satt? Dieses Innehalten kann Überessen verhindern.

5. Öfter gemeinsam essen

Gemeinsame Mahlzeiten verlangsamen automatisch das Ess-Tempo: Gespräche, Zuhören und kurze Pausen zwischen den Bissen helfen, bewusster zu essen. Wer sonst häufig alleine isst, kann kleine Routinen einbauen – etwa ein fixes Mittagessen mit Kollegen oder regelmäßige Familienessen am Abend.

Hektik am Teller mag im Alltag bequem erscheinen, fordert vom Körper aber ihren Preis. Wer das Ess-Tempo bewusst drosselt, gibt dem Körper die Chance, Sättigung rechtzeitig wahrzunehmen und fördert damit langfristig Wohlbefinden und Gesundheit.

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