Die Diskussion der diversen österreichischen Parteien über die Lebensmittelliste, deren Mehrwertsteuer gesenkt werden soll, wurde noch immer nicht vollends abgesegnet. Vor allem die Fleisch-Debatte geht weiter und lässt Tierschützer aufschreien.
„Abgesehen vom Tierleid essen Österreicher sowieso schon viermal so viel Fleisch wie empfohlen“Veronika WeissenböckKampagnenleiterin, Vier Pfoten
"Fleisch in die Liste der Grundnahrungsmittel aufzunehmen, deren Mehrwertsteuer gesenkt werden soll, wäre ein völlig falsches Signal", sagt die Tierschützerin weiter. "Seit langem sind sich Experten einig, dass der hohe Fleischkonsum massives Tierleid bedeutet, die Umwelt belastet und sich negativ auf die Gesundheit der Menschen auswirkt, ja sogar zur vorzeitigen Sterblichkeit führt".
Wenn Fleisch noch billiger werden muss, werden auch folgende Zustände in der Mast gefördert:
Ohnehin ist Fleisch aufgrund der vielen Rabattaktionen in Österreich viel zu billig und hier auch noch die Mehrwertsteuersenkung einzuführen, wäre völlig zukunftsvergessen. Warum kann man stattdessen nicht pflanzliche Alternativen günstiger anbieten, die bereits für viele ebenfalls zu den Grundnahrungsmitteln zählen, fragt man sich bei Vier Pfoten.
„Den Fleischkonsum noch weiter anzuheizen, hätte langfristige verheerende Folgen für Mensch, Tier und Umwelt“
Der Lenkungseffekt, den die Mehrwertsteuer hat, käme indirekt auch den Tieren zugute. Eine verringerte Nachfrage nach Fleisch bedeutet auch weniger Ausbeutung von Tieren, die besonders unter Massentierhaltung extrem leiden.