Obwohl der erste Höhepunkt der diesjährigen Grippewelle bereits überschritten scheint, ist Entwarnung fehl am Platz: Die Aktivität der Influenzaviren bleibt in Österreich weiterhin auf hohem Niveau. Aktuelle Auswertungen zeigen sogar einen leichten Anstieg bei den sogenannten grippalen Infekten – ein Zeichen dafür, dass Erkältungen und Atemwegserkrankungen das Land weiterhin fest im Griff haben.
Dabei ist es wichtig, genau zu unterscheiden: Ein grippaler Infekt ist in der Regel eine mild verlaufende Erkrankung der oberen Atemwege. Typische Symptome sind Husten, Schnupfen und Halsschmerzen. Unangenehm, aber meist harmlos. Ganz anders verhält es sich bei der "echten" Grippe, der Influenza: Sie tritt plötzlich auf und geht häufig mit hohem Fieber, starken Gliederschmerzen und ausgeprägter Erschöpfung einher. Zudem kann sie ernsthafte Komplikationen nach sich ziehen – insbesondere für ältere Menschen und chronisch Kranke.
"Die effektivste Maßnahme zum Schutz vor einer Grippeinfektion ist und bleibt die Impfung", betont Dr. Andreas Krauter, Chefarzt der Österreichischen Gesundheitskasse. Sein Appell richtet sich bereits jetzt an die Bevölkerung: "Bitte merken Sie sich gleich vor, im Herbst zur Grippeimpfung für die nächste Saison zu gehen."
Neben der Impfung spielen auch alltägliche Vorsichtsmaßnahmen eine wichtige Rolle. Regelmäßige Händehygiene und das Vermeiden von engem Kontakt mit infizierten Personen können das Ansteckungsrisiko deutlich senken. Ebenso ist ein gesunder Lebensstil die beste Unterstützung für das Immunsystem: ausreichend Bewegung an der frischen Luft, eine ausgewogene Ernährung, genügend Schlaf sowie der Verzicht auf Alkohol und Nikotin.