Zunächst die erfreuliche Nachricht: Die Viruslast von SARS-CoV-2 sowie Influenza A und B ist in Kärnten derzeit rückläufig. Aber: Beim Respiratorischen Synzytialvirus (RSV) sieht dies ganz anders aus. Aus den aktuellen Zahlen des Abwassermonitorings geht hervor, dass RSV-Werte ansteigen.
Demnach sei in nahezu allen Kärntner Kläranlagen RSV nachweisbar, hieß es in einer Aussendung von Gesundheitslandesrätin Beate Prettner. Die Fälle hätten gerade in den vergangenen Tagen "deutlich zugenommen".
Daher gehe man davon aus, dass es – analog zum Vorjahr – ab Februar zu einer starken RSV-Welle kommen werde. Besonders für Risikopersonen sei die Krankheit gefährlich. Dazu zählen Neu- und Frühgeborene, Säuglinge sowie Kleinkinder. Auch Senioren sowie Personen mit Vorerkrankungen und Immunschwäche sind gefährdet.
Bei ihnen könne es zu schweren Atemwegserkrankungen kommen, bei denen Krankenhausaufenthalte und mögliche Spätfolgen nicht ausgeschlossen werden können.
Laut Prettner sei es gerade bei RSV entscheidend, rechtzeitig zu handeln und Vorsorgemöglichkeiten zu nutzen. So sei etwa eine RSV-Schutzimpfung für Erwachsene in allen Gesundheitsämtern vergünstigt erhältlich. Zudem betonte man, dass die RSV-Immunisierung für Säuglinge fix im österreichischen Kinder-Impfprogramm verankert sei und sich bereits gut etabliert habe.
"Während der RSV-Saison bzw. voraussichtlich bis 31. März 2026 erhalten Säuglinge und Risikokinder in ihrer zweiten RSV-Saison die RSV-Immunisierung kostenfrei direkt nach der Geburt im Krankenhaus oder bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, die am Kinder-Impfprogramm teilnehmen", so die Gesundheitslandesrätin.