Ein Blick auf die ersten Tage im Jahr 2026 zeigt: Die Weihnachtsferien haben das Infektionsgeschehen in Österreich nicht eingebremst. Ganz im Gegenteil, vor allem die zirkulierenden Influenzaviren haben weiter Fahrt aufgenommen. Aktuell ist die Zahl der Krankenstände wegen der echten Grippe viermal höher als im Vorjahr.
"Die Krankenstandszahlen in Österreich bewegen sich weiterhin auf einem hohen Niveau", warnt auch Dr. Andreas Krauter, Chefarzt der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK).
Insgesamt wurden in der ÖGK in der ersten Woche 41.154 grippale Infekte und 4.734 Influenza-Fälle gemeldet. Zum Ende des Jahres waren es noch 4.045 Versicherte gewesen, die wegen der echten Grippe das Bett hüten mussten. Dabei kristallisierte sich zuletzt auch ein neuer Hotspot im Land heraus: 2025 waren die meisten Influenza-Fälle mit 955 Meldungen noch in Wien zu finden. Im neuen Jahr liegt die Steiermark mit 915 Grippe-Kranken vor Wien mit 899 Fällen.
"Um sich bestmöglich zu schützen, raten wir dringend zur kostenlosen Grippeimpfung, da sie den wirksamsten Schutz vor schweren Erkrankungen bietet", so Krauter. Zusätzlich sollten bewährte Schutzmaßnahmen wie gründliche Handhygiene, Rücksichtnahme bei Krankheitssymptomen und regelmäßiges Lüften konsequent eingehalten werden.
Informationen zu Impfangeboten erhalten Sie bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt sowie über die Website der Österreichischen Gesundheitskasse unter www.gesundheitskasse.at/impfstellen oder telefonisch unter 1450.
Ein entsprechender Schutz ist aktuell vor allem deshalb ratsam, weil mit dem Beginn der Schulzeit auch mit einer Zunahme der Infektionen zu rechnen ist, warnt auch MedUni-Wien-Virologin Monika Redlberger-Fritz. Trotz Rückgang der Einsendungen über die Feiertage habe man bereits einen Anstieg verzeichnet. Dabei sei jede zweite Sentinelprobe aktuell Influenza-A-positiv, so die Leiterin des nationalen Influenza-Referenzlabors.