Warum bis zur Endstation sitzen bleiben, wenn ein paar Schritte mehr fitter machen? Genau diese Frage stellen sich derzeit Tausende Menschen auf TikTok. "Haltestellen-Hopping" heißt der Fitness-Trend, bei dem Pendler bewusst früher aus Bus, Bim oder U-Bahn aussteigen und den Rest des Weges zu Fuß zurücklegen. Bewegung wird so ganz nebenbei Teil des Alltags.
Am Arbeitsweg, im Büro oder im Feierabend auf der Couch: Viele Menschen verbringen ihren Tag größtenteils im Sitzen. Statt bis zum Ziel sitzenzubleiben, wird der Weg zur Arbeit, zur Uni oder zum Einkauf zum kleinen Workout. Viele empfinden das bewusste Gehen nicht als zusätzliche Aufgabe, sondern als angenehme Abwechslung im Alltag.
In den sozialen Medien wird "Haltestellen-Hopping" als "Low-Effort-Fitness" gefeiert: Auf TikTok dokumentieren Nutzer ihre Spaziergänge, zählen Schritte oder zeigen, wie viele Stationen sie mittlerweile zu Fuß zurücklegen. Besonders beliebt ist der Trend bei Menschen, die fitter werden wollen, ohne ihr Leben komplett umzukrempeln.
Auch Influencerin Meg macht mit. Die Kanadierin nimmt sich vor der Arbeit täglich rund 20 Minuten Zeit für einen Spaziergang. Erste Effekte spürt sie bereits: "Ich fühle mich viel wacher in der Früh", erzählt sie Usern.
Was simpel klingt, hat einen echten gesundheitlichen Nutzen: Regelmäßiges Gehen stärkt Herz und Kreislauf, regt den Stoffwechsel an und hilft dabei, Stress abzubauen. Schon wenige zusätzliche Minuten Bewegung pro Tag können langfristig einen Unterschied machen. Wer täglich nur eine Haltestelle früher aussteigt, sammelt im Laufe einer Woche schnell mehrere tausend zusätzliche Schritte.
Neben den körperlichen Vorteilen profitiert auch die Psyche vom Spaziergang: Bewegung an der frischen Luft hilft vielen, vor dem Arbeitsbeginn den Kopf freizubekommen oder nach Feierabend besser abzuschalten. Gerade im Winter oder in der Übergangszeit ist "Haltestellen-Hopping" für viele ein einfacher Weg, aktiv zu bleiben, ohne sich zu überfordern.