Ab dem Jahr 2027 ändern sich die Semesterferien in Österreich deutlich: Nach Vorarlberg werden nun auch Tirol und Salzburg ihre schulfreie Woche von der zweiten auf die dritte Februarwoche verlegen. Das geht aus entsprechenden Verordnungen des Bildungsministeriums hervor.
Hintergrund der Verschiebung ist vor allem der internationale Ferienkalender. In mehreren wichtigen Tourismus-Herkunftsländern gibt es sogenannte Faschingsferien – etwa in den Niederlanden und in einigen deutschen Bundesländern. Ziel der neuen Regelung ist es, den Urlauberansturm besser zu verteilen und die Auslastung von Hotels, Skigebieten und anderen touristischen Einrichtungen gleichmäßiger zu steuern.
Rechtlich möglich wird die Änderung durch das Schulzeitgesetz. Dieses erlaubt eine Verlegung der Semesterferien um eine Woche, "sofern weder verkehrspolitische Gründe noch überregionale Interessen dieser Verlegung entgegenstehen".
Voraussetzung dafür sind zudem übereinstimmende Anträge der jeweiligen Bundesländer und der zuständigen Bildungsdirektionen.
Konkret wird die Ferienregelung im Jahr 2027 gestaffelt: In der ersten Februarwoche haben rund 500.000 Schülerinnen und Schüler in Wien und Niederösterreich schulfrei. Die zweite Woche ist ausschließlich Kärnten und dem Burgenland vorbehalten.
In der dritten Februarwoche folgen schließlich Tirol, Salzburg, Vorarlberg, Oberösterreich und die Steiermark – insgesamt rund 600.000 Schülerinnen und Schüler.
Mit der neuen Staffelung sollen nicht nur Staus und überfüllte Urlaubsregionen reduziert, sondern auch die Ferienzeit für Familien und Tourismusbetriebe besser planbar werden.