Mehr Lohn gibt es 2026 in Österreichs Gefängnissen – dabei sind aber nicht die Beamten in den heimischen Justizanstalten gemeint, sondern deren Insassen. Denn Häftlinge sollen für ihre Tätigkeiten nun mehr Geld erhalten.
Reich wird damit aber natürlich niemand. Denn der Lohn steigt, aufgrund der gesetzlichen Anpassung, im Durchschnitt um neun Cent auf 2,09 Euro. Das entspricht einer durchschnittlichen Erhöhung von 4,5 Prozent und liegt damit über der Inflation.
Ab Jahresanfang bekommen Häftlinge nun 8,15 Euro (+36 Cent) für leichte Hilfsarbeiten, 9,17 Euro (+40 Cent) für schwere Hilfsarbeiten, 10,19 Euro (+45 Cent) für handwerksgemäße Arbeit und 11,20 Euro (+50 Cent) für Facharbeiten.
Für die Arbeiten eines Vorarbeiters bekommt man seit erstem Jänner 12,22 Euro und damit um 54 Cent mehr als im Vorjahr.
Das Justizministerium plant derzeit eine neue Regelung: Künftig soll sich die Lohnanpassung nicht mehr nur am Tariflohnindex der Statistik Austria, sondern auch an den durchschnittlichen Lohn- und Gehaltsabschlüssen orientieren. Der Beschluss ist für das erste Halbjahr vorgesehen.
Betroffen von der Anpassung sind rund 5.083 Insassen. So viele waren jedenfalls zwischen Jänner und November des Vorjahres arbeitsfähig und damit auch zur Arbeit verpflichtet, wie das Ministerium gegenüber der APA mitteilte.
Das Geld, das sich die Insassen erwirtschaften, dürfen sie sich aber nicht behalten. Denn 75 Prozent der Vergütung werden als Beitrag zu den Vollzugskosten der jeweiligen Justizanstalt sowie als Arbeitslosenversicherungsbeitrag einbehalten.