Wegen Grippewelle

"Ungewöhnlich hoch" – Medikamente werden jetzt knapp

Der Gipfel der Grippewelle ist zwar überschritten, aber erst jetzt zeigt sich das ganze Ausmaß. Es kommt zu Lieferengpässen bei den Medikamenten.
Heute Life
02.02.2026, 14:35
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Der erste Höhepunkt der Grippewelle ist zwar überschritten, aber die Influenzavirusaktivität in Österreich bleibt weiterhin hoch – und damit auch die Zahl der schweren Verläufe. Daneben zeichnet sich aktuell noch ein weiteres Problem ab: "Lieferengpässe gibt es leider bei den Grippe-Medikamenten, nachdem der Bedarf im Dezember ungewöhnlich hoch war", so Phago-Generalsekretärin Monika Vögele.

Für Anfang Februar sei zwar Nachschub angekündigt, doch auch "bei Paracetamol-haltigen Schmerzmitteln stockt bei einigen Präparaten im Moment die Nachlieferung", erklärt Vögele in einer Aussendung. Dabei schließen Experten einen neuerlichen Anstieg in oder nach den Semesterferien nicht aus.

Probleme bei 1.300 Arzneimitteln

Immerhin sind aktuell noch 220.000 Medikamente mit diesem Wirkstoff in den Phago-Lagern bevorratet. "Damit ist genug da. Kinderfiebersäfte sind ausreichend auf Lager, ebenso Hustenstiller, Nasensprays und Schnupfenmittel." Damit könne man bis zur Nachlieferung den Engpass noch kompensieren.

„Mehr als 12 Prozent des Arzneimittelmarktes sind von Lieferschwierigkeiten betroffen.“

"Aktuell müssen wir bei knapp 1.300 Arzneimitteln lenkend eingreifen, weil es seitens der Industrie Probleme beim Nachschub gibt. Mehr als 12 Prozent des Arzneimittelmarktes sind von Lieferschwierigkeiten betroffen", sagte Vize-Generalsekretärin Mila Pohl. Die fünf Mitgliedsunternehmen des Verbandes der Arzneimittel-Vollgroßhändler Phago sind Teil der kritischen Infrastruktur Österreichs. Pro Monat werden rund 20 Millionen Arzneimittelpackungen an die Apotheken ausgeliefert.

Anfang Jänner waren österreichweit 798 Menschen wegen des Influenzavirus im Krankenhaus und weitere 41 auf der Intensivstation. Zur gleichen Zeit waren fast 6000 Menschen mit der echten Grippe im Krankenstand.

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