Über eine Viertelmillion Österreicher ist derzeit krank, das liegt in erster Linie an grippalen Infekten – jedoch auch an der weiterhin im Land grassierenden Influenza. Bis zuletzt nahmen die Fälle kontinuierlich zu - und damit auch die Zahl der schweren Verläufe sowie Hospitalisierungen. Bereits knapp vor Jahresende gab es nicht nur mehr Influenza-Infektionen in Österreich als zum Höhepunkt der Grippewelle 2024/25, es waren auch mehr Menschen wegen des Virus im Spital.
Zudem wurden im vergangenen Jahr über 3.500 Todesfälle mit saisonalen Influenza-Infektionen assoziiert. Eine Zahl, die 2026 ebenfalls überschritten werden könnte.
Verantwortlich für die starke Grippeaktivität in dieser Saison ist vor allem die mutierte Form des Influenzavirus A(H3N2) der sogenannten Subklade K. Die Variante hat sich rasch über Europa ausgebreitet und ist für einen besonders hohen Anteil aller Erkrankungen verantwortlich. Diese Variante zeigt sich ähnlich wie klassische Grippevirusstämme, gilt aber als besonders ansteckend.
Die Infektion beginnt typischerweise plötzlich und heftig: Betroffene klagen über hohes Fieber mit über 38,5 °C, Schüttelfrost, starke Müdigkeit, Muskelschmerzen, trockenen Husten sowie Halsschmerzen. Bei Kindern können zusätzlich Übelkeit, Erbrechen und gelegentlich Durchfall auftreten. Die akute Phase hält meist rund eine Woche an, doch Husten und Abgeschlagenheit können noch Wochen danach spürbar sein.
Im Vergleich zu einer einfachen Erkältung treten die Beschwerden deutlich heftiger und schneller auf. Während eine Erkältung langsam beginnt und meist milder verläuft, schlägt die Grippe abrupt und mit ausgeprägtem Krankheitsgefühl zu.
Immerhin dürften wir mittlerweile am Höhepunkt der Grippewelle angekommen sein: "Es sieht ganz so aus, als hätten wir eine Plateauphase erreicht, sogar ein leichter Rückgang ist zu sehen", bestätigt Virologin Monika Redlberger-Fritz von der MedUni Wien gegenüber "Heute". Dennoch dürfe die Influenza weiterhin keinesfalls unterschätzt werden.