Studie zeigt

30 Sekunden genügen – wer so duscht, wird weniger krank

Eine holländische Studie mit 3.000 Teilnehmern zeigt: Wer täglich 30 bis 90 Sekunden kalt duscht, meldet sich deutlich seltener krank als Warmduscher.
Heute Life
19.01.2026, 19:07
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Kalte Duschen und Eisbaden gelten für viele als ultimativer Frischekick – für andere als pure Folter. Doch hinter dem Trend steckt mehr als nur Mutprobe und Social-Media-Hype. Untersuchungen und Erfahrungsberichte zeigen, dass Kälte den Kreislauf anregen, die Durchblutung fördern und gut fürs Immunsystem sind. Sogar in der Medizin wird Kälte zu Therapiezwecken eingesetzt.

Täglich 30, 60 und 90 Sekunden kalte Brause

Eine Untersuchung aus den Niederlanden zeigt, dass kaltes Duschen das Immunsystem stärken könnte. In der Studie mit rund 3.000 Teilnehmern duschte eine Gruppe ein Monat lang täglich 30, 60 und 90 Sekunden kalt, während die Vergleichsgruppe bei warmem Wasser blieb. Dafür rekrutierten die Forscher 3.018 niederländische Männer und Frauen im Alter von 18 bis 65 Jahren über Online-Anzeigen und soziale Medien. Keiner der Teilnehmer wies ernsthafte Erkrankungen auf, und keiner hatte zuvor regelmäßig kalt geduscht. Alle waren berufstätig.

Das primäre Ergebnis: Die Kaltduscher – egal, ob 30, 60 oder 90 Sekunden – meldeten sich im Anschluss etwa ein Drittel seltener krank als jene, die ausschließlich warm duschten. Der positive Effekt war stärker, wenn die Teilnehmer vor dem Duschen einige Atemübungen mit tiefem Ein- und Ausatmen sowie Atempausen durchführten.

Bewegung und Wechseldusche boosten Immunkräfte

Interessanterweise war der einzige andere Faktor in dieser Studie, der annähernd den gleichen Effekt auf die Krankmeldung hatte, regelmäßige Bewegung, die mit einer um 35 Prozent reduzierten Häufigkeit von Arbeitsausfällen in Verbindung gebracht wurde.
Und wenn das Duschen mit Wechselduschen mit regelmäßiger Bewegung kombiniert wurde, war die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Teilnehmer krankmeldeten, um 54 Prozent geringer als bei denjenigen, die keine dieser Aktivitäten ausübten.

64 Prozent setzten Wechseldusche fort

Die meisten Teilnehmer, die die Wechselduschen von heiß nach kalt ausprobierten, berichteten von einem gewissen Unbehagen während des Kaltwasserkontakts. Bemerkenswerterweise gaben jedoch 91 Prozent von ihnen an, bereit zu sein, die neue Duschroutine auch nach den obligatorischen 30 Tagen fortzusetzen – und 64 Prozent von ihnen taten dies tatsächlich.

Kaltes Wasser kickt wie Koffein

Der am häufigsten genannte Grund für die Vorliebe für kalte Duschen war ein subjektiv empfundener Energieschub, den einige Teilnehmer mit der Wirkung von Koffein verglichen. Die am häufigsten berichtete Nebenwirkung war ein anhaltendes Kältegefühl nach dem Duschen, das von 13 Prozent der Teilnehmer angegeben wurde.

Nicht für alle geeignet

Medizinische Experten empfehlen generell, dass Personen mit Herzerkrankungen und anderen chronischen Erkrankungen extreme Temperaturschwankungen vermeiden.

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