Energie im Endspurt

Erschöpft vom Alltag? 5 Tipps, die dich wieder aufladen

Müde, gereizt, ausgelaugt? Dann ist es Zeit, deinem Körper das zu geben, was er längst fordert: eine Pause.
Heute Life
02.02.2026, 12:03
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Der Kalender ist voll und das Handy vibriert pausenlos: Viele Menschen fühlen sich nach Treffen mit Freunden, langen Arbeitstagen oder Familienwochenenden nicht erfüllt, sondern erschöpft. Wer dieses Gefühl kennt, ist weder unsozial noch überempfindlich. Ganz im Gegenteil.

Warum uns soziale Kontakte müde machen

"Soziale Erschöpfung ist die natürliche Art des Körpers, zu signalisieren, dass er eine Pause braucht", erklärt US-Psychologin Laurie Helgoe gegenüber "Self". Bei Gesprächen verarbeitet unser Gehirn ständig neue Informationen, wie Stimmen, Mimik und Reaktionen. Wird es zu viel, fällt das Abschalten schwer. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Strategien lässt sich die soziale Batterie wieder aufladen.

1. Abtauchen in andere Welten

Manchmal braucht das Gehirn schlicht Abstand von der Realität: Ein Roman, eine Serie oder ein Film können dabei helfen. "Tauche in einen spannenden Krimi, eine Fantasy-Welt oder eine Liebesgeschichte ein", rät Helgoe. Fiktion lenkt nicht nur ab, sondern erlaubt dem Kopf, sich von echten Sorgen zu lösen – von Familienkonflikten bis hin zu endlosen Smalltalks.

2. Raus an die frische Luft

Nach einem intensiven sozialen Tag wirkt ein Tapetenwechsel oft Wunder: Statt sich stundenlang ins Bett zurückzuziehen, kann ein kurzer Spaziergang erstaunlich erholsam sein. Ob durch den Park, entlang einer ruhigen Straße oder einfach auf einer Bank mit Musik im Ohr – draußen bekommt das Gehirn eine Pause von der Reizüberflutung. Studien zeigen zudem: Grünflächen senken Stress und steigern das Wohlbefinden.

3. Bewerte die Situation neu

Nach stundenlangen Gesprächen oder Familienbesuchen bleiben oft die nervigen Momente hängen. "Unser Gehirn neigt dazu, sich auf die negativen Highlights zu fixieren", meint Psychologin Ellen Hendriksen im "Self"-Interview. Das Problem: Wer diese Situationen immer wieder durchkaut, erlebt den Stress erneut.

Besser ist es, die Müdigkeit anders zu deuten, nämlich als Zeichen dafür, dass man dabei war, sich eingelassen hat: Statt an anstrengende Gespräche zu denken, lohnt es sich, bewusst die positiven Details festzuhalten.

4. Nähe ohne Stress

Um neue Energie zu tanken, müssen soziale Kontakte nicht komplett gemieden werden. Wer sich nach Nähe sehnt, aber keine Kraft für Trubel hat, sollte bewusst auf ruhige Alternativen setzen. Sushi zum Mitnehmen ist oft erholsamer als ein überfülltes Lokal, und ein Kinobesuch entspannter als eine laute Bar.

"Man sitzt nebeneinander in Stille und kann danach darüber reden", erklärt Helgoe. "Das ist eine geteilte, angenehme Ruhe." Genau diese Art von Nähe kann regenerierend wirken.

5. Entspannung nicht erzwingen

Der wichtigste Punkt: Erholung muss sich richtig anfühlen. Wer Natur hasst, muss nicht zwanghaft spazieren gehen. Wer Horrorfilme liebt, darf diese auch schauen: "Entscheidend ist nicht die Aktivität, sondern dass sie freiwillig gewählt wird", betont Hendriksen. Wird Entspannung zur Pflicht, verliert sie ihren Effekt. Phasen des Alleinseins sind normal, selbst bei geliebten Menschen: Die richtige Balance sorgt dafür, dass man beim nächsten Treffen wieder ganz da ist.

Wer lernt, die eigenen Grenzen ernst zu nehmen und rechtzeitig gegenzusteuern, schützt nicht nur seine Energie, sondern auch seine Beziehungen. Denn nur wer regelmäßig auftankt, kann im Alltag wirklich präsent sein – und die Zeit mit anderen wieder genießen, statt sie nur zu "überstehen".

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 02.02.2026, 14:28, 02.02.2026, 12:03
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