Viermal höher als Stephansdom

Extrem-Phänomen – die größte Monsterwelle aller Zeiten

Riesenwellen sind keine Film-Fantasie: Diese spektakulären Naturgewalten wurden schon mehrfach dokumentiert - ihre Ausmaße sind gigantisch.
Bernd Watzka
30.01.2026, 06:31
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Plötzlich ragen sie auf wie eine Wand: Monsterwellen, auch "Freak Waves" genannt, sind tückische Naturphänomene. Sie entstehen nicht durch Erdbeben wie Tsunamis, sondern durch das Zusammenspiel mehrerer Wellensysteme auf hoher See. Dabei erreichen sie Höhen von über 20 Metern - selbst in ruhiger See.

Tödliche Falle für Schiffe

Für Schiffe und Badegäste können sie zur tödlichen Falle werden. Denn oft werden die Monsterwellen unterschätzt: Viele halten diese Wasserwände für Hollywood-Fiktion. Doch es gibt sie wirklich - das belegen Bojen, Satellitenbilder und dramatische Augenzeugenberichte.

Die drei größten dokumentierten Wellen

1
Lituya Bay, Alaska (1958)
Die gigantische Welle erreichte eine Höhe von 524 Meter – und war damit fast viermal so hoch wie der Wiener Stephansdom (136,4 Meter) ! Diese Monsterwelle entstand durch einen gigantischen Felssturz in einen Fjord. Der Wasserschwall riss ganze Wälder mit sich.
2
Nazaré, Portugal (2020)
Der österreichisch-deutsche Surfer-Star Sebastian Steudtner (40) ritt am 29. Oktober 2020 eine 26,2 Meter hohe Welle – ein von der World Surf League bestätigter Weltrekord. Der Unterwasser-Canyon vor der Küste sorgt dort für perfekte Bedingungen.
3
Nordsee, Draupner-Welle (1995)
Das Wasser-Ungetüm, gemessen am 1. Jänner 1995 am Blocke E der vor der norwegischen Küste gelegenen Bohrinsel Draupner, maß 25,6 Meter. Es war der erste wissenschaftliche Beweis für eine echte "Freak Wave".

Spielplatz für Adrenalin-Junkies

Riesenwellen sind nicht nur gefährlich, sondern ziehen auch Adrenalin-Junkies an. Extremsurfer pilgern an den Strand des bereits erwähnten Tourismusortes Nazaré (Portugal), nach Maui (Hawaii) oder Teahupo’o (Tahiti), um die weltgrößten Wasserwände zu bezwingen. Per Jetski lassen sie sich in die Giga-Wellen katapultieren - jeder Ritt kann der letzte sein.

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