Der Asbest-Skandal im Burgenland weitet sich aus. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat an drei weiteren öffentlich zugänglichen Orten hohe Konzentrationen des gefährlichen Materials festgestellt - in der Nähe des Spielplatzes von McDonald's in Oberpullendorf, am ASFINAG-Rastplatz Mogersdorf (S7) und beim Businesspark Steinberg-Dörfl.
Erste Reaktionen folgten prompt: McDonald’s ließ den kontaminierten Schotter bereits entfernen, die ASFINAG hat den Rastplatz gesperrt. Wie Greenpeace berichtet, wurden die Proben nach Hinweisen aus der Bevölkerung genommen - mit alarmierendem Ergebnis: teils über 50 Prozent Asbestgehalt. Auch in Ungarn, nahe der Grenze, wurde ein belasteter Parkplatz entdeckt.
Umweltchemiker Herwig Schuster fordert rasches Handeln: "Dafür braucht es keine wochenlangen Luftmessungen." Spiel- und Sportplätze müssten sofort saniert werden. Greenpeace drängt auf klare Maßnahmen des Landes.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil bleibt weiterhin betont gelassen. Entscheidend sei nicht der Asbest im Gestein, sondern die Belastung in der Luft. Eine eigens eingesetzte "Asbest-Taskforce" soll nun genau das prüfen - konkrete Gesundheitsgefahren sieht das Land derzeit nicht.