Ein verheerender Wintersturm hat in Portugal mindestens fünf Menschen das Leben gekostet. Besonders tragisch: Ein Autofahrer kam bei Lissabon ums Leben, als ein umstürzender Baum sein Fahrzeug traf. In Carvide wurde eine Person von einem umherfliegenden Blech erschlagen, eine weitere starb in einem teilweise eingestürzten Haus.
Auch eine niederländische Urlauberin zählt zu den Todesopfern: Sie wurde bei Silves (Algarve) tot in ihrem überfluteten Auto entdeckt. In Marinha Grande meldete die Stadtverwaltung einen fünften Todesfall. Die Behörden sprechen von massiven Schäden im ganzen Land.
Panik bei Touristen: Ob österreichische Urlauber oder Geschäftsreisende von dem tödlichen Sturm betroffen waren, ist derzeit noch nicht bekannt. Hier die Notfallnummer des österreichischen Außenministeriums: +43 1 90115 4411, Kontakt zur Botschaft in Lissabon: +351 213 943 900.
Der Sturm "Kristin" traf Portugal am frühen Morgen mit voller Wucht. Auf der Luftwaffenbasis Monte Real wurden Windspitzen von bis zu 178 km/h gemessen - ein Orkan, der nicht nur Dächer abdeckte, sondern auch ganze Regionen lahmlegte.
Umgestürzte Bäume, überflutete Straßen und Bahngleise, starker Schneefall im Landesinneren: In vielen Regionen ging nichts mehr. Schulen mussten schließen, eine Million Haushalte waren zeitweise ohne Strom.
Der Sturm zog im Laufe des Tages Richtung Spanien weiter. Auch dort kam es zu Verkehrschaos und Unterrichtsausfällen - etwa in Madrid und Andalusien. Auf Mallorca, Ibiza und an der Mittelmeerküste wurde vor meterhohen Wellen und Sturmwarnungen gewarnt.
In Portugals Urlaubsregionen sollte derzeit niemand das Haus verlassen - aus dem Traumziel
wurde binnen Stunden ein Krisengebiet.
Winterstürme in Portugal werden durch den globalen Klimawandel wahrscheinlicher und intensiver. Höhere Meerestemperaturen liefern mehr Energie für Tiefdrucksysteme. Auch extreme Wetterlagen wie Starkregen und Orkanböen nehmen zu. Klimaforscher warnen: Solche Unwetter könnten künftig häufiger auftreten.