Grundsätzlich blickt Kaleen mit Freude auf ihre Zeit beim Song Contest zurück. Mit "We will Rave" vertrat sie Österreich 2024 beim ESC in Malmö. Schon damals war die politische Situation am Brodeln, was die Sängerin versuchte zu ignorieren. Ihr Ziel war es den Moment und die Energie zu genießen.
Wie sieht es aktuell aus? Im Gespräch mit der "Krone" spricht sie ganz offen: "Ich find’s super schade eigentlich, weil für mich diese Lebensenergie und dieses 'United by Music', also alles, wofür der ESC steht, ein bisschen in den Hintergrund gerät", erklärt Kaleen.
Besonders bitter sei, dass vieles davon ihrer Ansicht nach sogar hausgemacht sei: "Hört sich vielleicht böse an, aber teilweise durch ein selbstgemachtes Problem."
Sie betont, dass für viele Teilnehmer ein Lebenstraum in Erfüllung gehe. "Für die Leute auf der Bühne und im Publikum ist das ein einmaliges Erlebnis. Die wollen diese Energie spüren und mittanzen."
Umso trauriger findet sie es, dass Künstler heute offenbar stärker darauf achten müssten, was sie sagen – und sogar, für wen sie klatschen. "Die sind ein Mal beim ESC dabei und müssen dann aufpassen. Ich finde das schade."