Erneut liegt vor allem in Ostdeutschland eine sehr eisige Nacht bevor. Das Wetter schlägt jedoch um. Nach der extremen Kälte kommen Schnee, Sturm und heftige Schneeverwehungen. Im Erzgebirge war es in der Nacht noch die Ruhe vor dem Sturm.
Ein sternenklarer Himmel sorgte für erneut zweistellige Minusgrade. Es war regelrecht bitterkalt. In Tannenberg sank das Thermometer bis auf minus 24 °C – Tiefstwert des diesjährigen Winters.
Der abnehmende Mond leuchtete die bitterkalte Landschaft über Annaberg-Buchholz etwas an. Die Kanalisation dampfte vor sich hin. Und auch ein Naturschauspiel gelang dem Kameramann. Der Mpemba-Effekt (Anm. Der Mpemba-Effekt ist ein physikalisches Phänomen, bei dem warmes Wasser unter bestimmten Bedingungen schneller gefriert als kaltes Wasser) gelang ohne Probleme bei Minusgraden.
Streugut werden ab Freitag viele Regionen brauchen. Es drohen erst Eisregen, dann intensive Schneefälle und danach ein Wintersturm mit Schneeverwehungen.
Der Donnerstag beginnt in den Voralpen vereinzelt mit etwas Schneefall, welcher am Vormittag vorübergehend abklingt. Tagsüber lockern die Wolken etwas auf, besonders am Alpenostrand und im Wiener Becken lässt sich ab und zu die Sonne blicken. Am Abend zieht es wieder zu, meist bleibt es aber noch trocken. Der Westwind weht mäßig bis lebhaft, mit -4 bis +1 Grad zeichnet sich eine langsame Milderung ab.
Der Freitag gestaltet sich trüb und winterlich mit zeitweiligem Schneefall, im Donauraum sowie im Wiener Becken ist vorübergehend auch mit Regen und Glatteis zu rechnen. Der Wind dreht auf Südost und weht mäßig bis lebhaft. Er lässt die maximal -5 bis +3 Grad ausgesprochen eisig erscheinen.
Am Samstag ziehen mit lebhaftem Westwind ein paar Schnee- und Schneeregenschauer durch, dazwischen scheint vor allem im Osten gelegentlich die Sonne. Vorübergehend wird es etwas milder, die Temperaturen steigen auf 0 bis +5 Grad.
Am Sonntag halten sich zunächst verbreitet dichte Wolken, dazu schneit es in der ersten Tageshälfte im Mostviertel und im Alpenvorland. Im Tagesverlauf lässt der Schneefall nach und anschließend lockern die Wolken zeitweise auf. Der Wind weht lebhaft bis kräftig aus Nordwest, mit Höchstwerten von -7 bis -3 Grad wird das Kälteempfinden deutlich verschärft.