Insta, Snapchat und Co. sind die Freizeit-Aktivität Nummer 1 der Jugend. Jetzt gibt es in Österreich einen neuen Vorstoß diverse Soziale Medien erst ab 14 Jahren freizugeben. Der für Digitalisierung zuständige Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) geht nun in die Offensive. Ziel sei es, bis zum Schulstart im September "konkrete Umsetzungsschritte getätigt zu haben".
Das Problem ist ein globales: In den USA prüft ein Gericht, ob Social Media die Jugend bewusst in die Falle lockt. Den Internetkonzernen wird vorgeworfen, ihre Plattformen gezielt so zu gestalten, dass Jugendliche süchtig werden. Ein Musterprozess soll klären, wie viel Verantwortung die Unternehmen für mögliche psychische Folgen tragen.
"Heute" hat junge Wiener auf der Mariahilfer Straße gefragt: Machen Social Media süchtig und bist du auch davon betroffen?
„Social Media macht definitiv süchtig – ich bin selbst auch ein bisschen abhängig!“Sonja, 24ist oft online
>> Im Video: So nutzen Wiener TikTok, Instagram & Co.
"Social Media macht definitiv süchtig – ich bin selbst auch ein bisschen abhängig", gesteht Sonja im "Heute"-Gespräch.
Die 21-jährige Lili erzählt: "Im Lockdown war’s extrem! Ich bin nur rumgelegen mit dem Handy, manchmal fünf bis sechs Stunden am Tag. Mittlerweile habe ich es mehr unter Kontrolle."
Rebecca beobachtet bei Freunden ähnliche Probleme: "Wenn sie ein paar Stunden nicht am Handy sind, werden sie nervös. Das ist FOMO (Anm.: fear of missing out) – man hat Angst, etwas zu verpassen."
Die Zukunft von Social Media bleibt spannend – eventuell werden sie noch heuer in Österreich streng reguliert.