"Tag der Elementarbildung"

Heute bleiben 350 Kindergärten in Wien geschlossen!

Wiener Kindergärten fordern mehr Geld und Personal. Umfragen zeigen viel Konfliktpotenzial in den Betreuungsstätten.
Newsdesk Heute
23.01.2026, 09:39
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Anlässlich des bevorstehenden "Tags der Elementarbildung" am 24. Jänner 2026 bleiben heute Freitag rund 350 Wiener Kindergärten geschlossen. Die Kindergärten der Stadt Wien (MA 10) betonen, dass die Eltern rechtzeitig informiert worden seien und der Schließtag zudem in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen verankert ist.

Im Vorfeld des Aktionstags forderten diverse Organisationen bessere Rahmenbedingungen für Kinder, Familien und das pädagogische Personal. Eine vom Netzwerk Elementare Bildung Österreich (NEBÖ) beauftragte Integral-Studie mit 500 Online-Interviews zeigt vor allem einen hohen Bedarf an zusätzlicher Finanzierung und mehr Fachpersonal.

Merkliche Unterschiede im Alltag

Nach Angaben von Statistik Austria hatte im Kindergartenjahr 2024/25 österreichweit jedes dritte Kindergarten- und Hortkind eine andere Erstsprache als Deutsch, was jedoch nicht automatisch mangelnde Deutschkenntnisse bedeutet. In Wien lag dieser Anteil bei knapp 60 Prozent.

Laut Umfrage bewerten 18 Prozent der 16- bis 75-Jährigen die Vielfalt an Sprachen, Religionen und Traditionen in Kindergärten "eher" oder "überhaupt nicht gut". Viele Befragte nehmen den gestiegenen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund vor allem durch Sprachbarrieren sowie Unterschiede bei Festen wie dem Nikolaus, in Erziehungsfragen oder bei Essgewohnheiten wahr. 38 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass kulturelle Vielfalt auch Konfliktpotenzial birgt.

Appelle an die Politik

Unter anderem appellierten die ÖGB Frauen, das Hilfswerk sowie Caritas und Diakonie an die Politik. NEBÖ-Sprecherin Natascha Taslimi betonte, dass die Politik die Kindergärten in ihrem "sehr kompetenten Umgang mit den kulturellen Herausforderungen" bestmöglich unterstützen müsse.

Das von der Regierung geplante zweite verpflichtende Kindergartenjahr werde ohne ausreichend Fachpersonal und bedarfsgerechte Öffnungszeiten nur begrenzten Mehrwert bringen. Länder und Gemeinden seien daher gefordert, im Rahmen der "Reformpartnerschaft" die Bedingungen in den Kindergärten an die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen anzupassen.

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