Grün-Offensive in Margareten

Wiens "Betoninsel" – Großer Umbau steht bevor

Erste Pläne für die Ramperstorffergasse: Statt Hitze, Stau und Touristenbussen sollen mehr Grün, breitere Gehsteige und spürbare Abkühlung kommen.
Hannah  Maier
23.01.2026, 07:15
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Lange genug haben Anrainer geklagt, Fußgänger geschwitzt und Autofahrende im Stau gestanden: Die berüchtigte "Betoninsel" in der Ramperstorffergasse (Wien-Margareten) ist seit über einem Jahrzehnt ein echtes Ärgernis.

Jetzt kommt die Wende. Bezirksvorsteher Michael Luxenberger (Grüne) kündigte schon kurz vor Jahresende im "Heute"-Interview an: "Hier müssen wir entschärfen, Grünraum schaffen und die Hitzeinsel entsiegeln." Nun gibt es konkrete Pläne.

Breitere Gehsteige, mehr Schatten, weniger Stau

Die Ramperstorffergasse gilt seit Jahren als Problemzone. Touristenbusse blockieren regelmäßig die Straße, es staut sich, die Gehsteige sind eng – und im Sommer ist der Bereich eine Hitzeinsel. "Statt der allseits bekannten Betoninsel wird es hier mehr Grünraum und Platz für Margaretner geben", versprach Luxenberger. Und genau das soll jetzt Realität werden.

Am Donnerstag präsentierte die Stadt Wien erste Planungsentwürfe bei einer Info-Veranstaltung für Anrainer. Das Ziel ist klar: Durchzugsverkehr reduzieren, die Situation für alle verbessern – egal ob zu Fuß, mit den Öffis oder mit dem Auto.

Betoninsel wird entsiegelt

Konkret geplant ist:

  • Die Ladezone für Touristenbusse wird zur Ramperstorffergasse 49 verlegt – näher an den Zielen der Touristen und weg vom bisherigen Nadelöhr.
  • Die berüchtigte Betoninsel verschwindet komplett.
  • Die gewonnene Fläche wird den Gehsteigen auf beiden Seiten zugeschlagen – sie werden fast doppelt so breit wie bisher.
  • Neue Bäume und Grünbeete sorgen künftig für Abkühlung, Schatten und mehr Lebensqualität.
Der Entwurf für die Umgestaltung der Ramperstorffergasse.
zVG

Auch für Autofahrende soll es entspannter werden. "Die in der Bushaltestelle haltenden Touristenbusse verursachen Stau und machen diesen Abschnitt mühsam", schildert Luxenberger die aktuelle Lage. Genau das soll der Umbau entschärfen.

"Beet und Baum statt Betonalbtraum"

"Beet und Baum statt Betonalbtraum – so lässt sich das Projekt zusammenfassen. Mit den neuen Bäumen und Grünbeeten sorgen wir für Abkühlung und setzen Maßnahmen gegen die Klimakrise in der immer heißer werdenden Stadt.", so der Bezirksvorsteher.

Das Feedback der Anrainer wird nun von den Planungsexperten der Stadt Wien eingearbeitet. Baubeginn ist für den Sommer 2026 geplant.

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