Der geplante Mega-Mistplatz in der Leopoldstadt wird zum Polit-Krimi: Direkt an der Freien Mitte, in bester Wohnlage, will die Stadt Wien um satte 40 Millionen Euro ein neues Mistzentrum errichten – größer als ein Fußballfeld. Trotz heftiger Kritik aus dem Bezirk hält die Stadt an dem umstrittenen Standort fest. Jetzt schlagen die Grünen zurück.
"Es fehlt nicht am Standort, sondern am politischen Willen", sagt Bernhard Seitz, stellvertretender Bezirksvorsteher der Grünen. Er fordert: "Was wir brauchen, ist eine ehrliche Diskussion auf Augenhöhe." Deshalb laden die Grünen am 13. und 20. Jänner jeweils von 17 bis 19 Uhr zur Bürgerversammlung ins Haus der Begegnung am Praterstern.
Der Zorn im Bezirk ist nicht neu: Schon 2023 und 2024 hagelte es Proteste von Anrainern, die befürchten, dass Lärm, Gestank und Verkehr die Lebensqualität im aufblühenden Nordbahnviertel massiv beeinträchtigen würden. Immer wieder wurden alternative Standorte vorgeschlagen – und abgelehnt. Auch Beschlüsse der Bezirksvertretung, die eine Modernisierung des bestehenden Mistplatzes favorisieren, blieben ohne Wirkung.
Die Bürgerversammlung soll nun Klarheit bringen: Warum wird an diesem Standort festgehalten? Warum wurden Alternativen nicht ernsthaft geprüft? Und warum werden Millionen ausgegeben, während das Bezirksbudget dagegen verblasst?
Wer mitdiskutieren will, muss sich vorab anmelden: https://ticket.wien.gv.at/B02/