Wer in Jedlesee wohnt und mit dem Auto unterwegs ist, kennt das Problem: Die Parkplatzsuche wird zur täglichen Geduldsprobe. Besonders in den Abendstunden blockieren laut SPÖ vermehrt übergroße Firmenfahrzeuge mit Wien-weitem Parkpickerl die Stellflächen in Wohngebieten.
Bezirksvorsteher Georg Papai zieht daher die Reißleine: "Der Parkplatzdruck im dicht verbauten Gebiet von Jedlesee steigt seit geraumer Zeit kontinuierlich an. Es kann nicht sein, dass gerade an den Randzeiten der Kurzparkzone überlange Lieferwägen den Anrainer*innen den dringend benötigten Parkraum wegnehmen."
Für die nächste Bezirksvertretungssitzung am 11. Februar bringt die SPÖ Floridsdorf einen Antrag ein, um das Gebiet westlich der Prager Straße in eine Zone für Anrainerparken umzuwandeln. Der Vorschlag soll zuerst durch die Verkehrskommission vorberaten und anschließend von der MA 46 fachlich geprüft werden.
Das Ziel: 30 Prozent der Stellplätze exklusiv für Fahrzeuge mit Floridsdorfer Parkpickerl – rund um die Uhr und an allen Wochentagen. Voraussetzung ist eine Auslastung von mindestens 90 Prozent laut Parkplatzzählung.
"Eine tägliche Odyssee auf der Suche nach einem Parkplatz ist für die Anrainer*innen unzumutbar", betont auch Bezirksvorsteher-Stellvertreter Josef "Pepi" Fischer.
SPÖ-Klubchefin Barbara Cermak ergänzt: "Der öffentliche Raum gehört fair verteilt. Eine endlose Parkplatzsuche schränkt die Mobilität der Bevölkerung erheblich ein."
Nach dem Bezirksparkpickerl 2022 wäre das Anrainerparken der nächste Schritt. Eine Evaluierung des parkraumschaffenden Effekts der Maßnahme sowie allfällige Anpassungen sollen dann, ähnlich wie bei der Einführung des bezirksweiten Parkpickerls 2022, nach zwölf Monaten stattfinden, heißt es vom Bezirk.