TikTok, Instagram, Snapchat – was bislang für Jugendliche eigentlich noch als unverzichtbar galt, verliert 2026 spürbar an Reiz. Das zeigt zumindest die neue Saferinternet-Studie: Alle großen Plattformen verlieren kräftig an Nutzern. Einzige Ausnahme: Künstliche Intelligenz.
Spitzenreiter bleibt aber weiterhin der Messengerdienst WhatsApp. Zwar verliert die Plattform im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozentpunkte, liegt mit 82 Prozent aber klar auf dem ersten Platz.
Dahinter folgt YouTube mit 76 Prozent (-4 Prozentpunkte) und auf dem dritten Platz befindet sich Snapchat mit 65 Prozent (-9 Prozentpunkte). TikTok (-8 Prozentpunkte) und Instagram (-9 Prozentpunkte) werden von 64 Prozent der Jugendlichen täglich genutzt. Microsoft Teams belegt mit 31 Prozent Platz sechs.
Neben klassischen Netzwerken verlieren auch kleinere Plattformen an Boden: Pinterest (31 Prozent), Roblox (23 Prozent), Discord (18 Prozent) und Twitch (14 Prozent) verzeichnen allesamt Rückgänge. Nur Reddit und Signal halten ihr Niveau. Komplett abgestürzt ist BeReal – von einem Drittel auf nur noch 7 Prozent.
Interessant: Die Unterschiede zwischen Mädchen und Buben werden kleiner. Nur bei Gaming und Plattformen wie Pinterest oder Reddit zeigen sich klare Vorlieben. Discord und Twitch bleiben männlich dominiert, Pinterest fast ausschließlich weiblich.
Auffällig ist aber: Während die Gesamtzahlen der Nutzer zurückgehen, sind die Verbleibenden besonders aktiv. TikTok-Nutzer etwa scrollen zu 83 Prozent täglich durch die App. Der Fokus liegt immer mehr auf endlosem Videokonsum – weniger auf Austausch oder gezieltem Folgen. Der Algorithmus bestimmt, was gesehen wird.
Und während soziale Netzwerke schwächeln, gibt es einen klaren Gewinner: KI-Chatbots. Ganze 94 Prozent der Jugendlichen nutzen bereits Anwendungen wie ChatGPT – Tendenz steigend. Viele junge Menschen geben in der Studie an, sich von Social Media übersättigt zu fühlen. Zu viel Werbung, zu viel Gleichförmiges, zu viel Hass.