So viele Stunden pro Woche

Zocken schadet! Studie zeigt, ab wann es kritisch wird

Eine australische Studie hat das Stundenmaß ermittelt, ab dem Videospiele negative Effekte auf Essverhalten, Schlafqualität und Körpergewicht haben.
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19.01.2026, 22:24
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Gaming und Videospiele gehören für viele zum Alltag – zur Entspannung, als Hobby oder sozialer Treffpunkt. Mäßiges Videospielen scheint harmlos zu sein, aber intensives Spielen kann die Gesundheit junger Menschen beeinträchtigen. Eine australische Studie der Curtin University hat das Stundenmaß ermittelt, ab dem Videospiele negative Effekte auf Essverhalten, Schlafqualität und Körpergewicht haben.

Die Forscher befragten 317 Studenten von fünf australischen Universitäten mit einem Durchschnittsalter von 20 Jahren. Sie wurden anhand ihrer selbstberichteten Spielzeit in drei Gruppen eingeteilt: "Geringfügige Spieler" (0-5 Stunden pro Woche), "Mäßige Spieler" (5-10 Stunden) und "Vielspieler" (10+ Stunden pro Woche).

Moderates Spielen ist OK

Die Ergebnisse zeigten, dass Gaming nicht grundsätzlich schädlich ist, da Personen mit geringem und moderatem Spielkonsum ähnliche, im Allgemeinen gesunde Gesundheitswerte aufwiesen. Die Ergebnisse verschlechterten sich jedoch dramatisch, sobald ein junger Mensch mehr als 10 Stunden pro Woche spielte.

"Was besonders auffiel, war, dass Studenten, die bis zu 10 Stunden pro Woche spielten, alle in Bezug auf Ernährung, Schlaf und Körpergewicht sehr ähnliche Merkmale aufwiesen", sagte Studienleiter Professor Mario Siervo. "Die wirklichen Unterschiede zeigten sich bei denjenigen, die mehr als 10 Stunden pro Woche spielten; diese wichen deutlich vom Rest der Stichprobe ab."

Schlechtere Ernährung

Es zeigte sich, dass sich die Ernährungsqualität verschlechterte, sobald die Spielzeit 10 Stunden pro Woche überschritt. Übergewicht war in der Gruppe der Vielspieler im Vergleich zu den Wenig- und Moderatspielern häufiger anzutreffen. "Jede zusätzliche Stunde Spielzeit pro Woche ging mit einer Verschlechterung der Ernährungsqualität einher, selbst nach Berücksichtigung von Stress, körperlicher Aktivität und anderen Lebensstilfaktoren", so Siervo.

Bei Vielspielern lag der mittlere Body-Mass-Index (BMI) bei 26,3 kg/m², verglichen mit dem gesunden Bereich von 22,2 kg/m² bzw. 22,8 kg/m² bei Wenigspielern bzw. Gelegenheitsspielern.

Schlechtere Schlafqualität

Alle Gruppen berichteten über eine generell schlechte Schlafqualität, wobei moderate und intensive Gamer schlechter abschnitten als Wenigspieler. Die Spielzeit stand in einem signifikanten Zusammenhang mit Schlafstörungen. Dies belegt einen direkten Zusammenhang zwischen Bildschirmzeit und Schlafstörungen.

"Diese Studie beweist zwar nicht, dass Videospiele diese Probleme verursachen, aber sie zeigt ein klares Muster auf, dass exzessives Spielen mit einer Zunahme von Gesundheitsrisikofaktoren in Verbindung gebracht werden kann", sagte Professor Siervo. "Da Gewohnheiten aus der Studienzeit oft bis ins Erwachsenenalter beibehalten werden, können gesündere Routinen, wie z. B. Spielpausen einzulegen, nächtliches Spielen zu vermeiden und gesündere Snacks zu wählen, zu einem besseren allgemeinen Wohlbefinden beitragen."

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