Die EU greift beim Verpackungsmüll durch - und das wird auch deinen Einkauf verändern. In den kommenden Jahren werden zahlreiche Einwegverpackungen aus dem Handel verschwinden. Ziel ist es, Müll zu reduzieren und mehr Verpackungen recycelbar zu machen.
Ab Jänner 2030 sind bestimmte Einwegverpackungen aus Kunststoff verboten. Das betrifft etwa Verpackungen für frisches Obst und Gemüse, kleine Ketchup- oder Senf-Packerl sowie Einweg-Shampoos in Hotels. Auch Getränkeflaschen sollen künftig stärker in Mehrwegsysteme wechseln.
Auch beim Essen zum Mitnehmen wird sich einiges ändern. Kunden sollen künftig öfter eigene Behälter für Getränke oder Speisen mitbringen. Damit will die EU verhindern, dass weiterhin große Mengen an Einwegverpackungen im Müll landen.
Die EU will den Verpackungsmüll bis 2040 um 15 Prozent reduzieren. Schon bis 2030 müssen fünf Prozent aller Verpackungen verschwinden. Davon betroffen ist auch die berühmte Verpackung der Manner-Schnitten - sie gilt als nicht recycelbar und muss ersetzt werden.
Auch die klassischen Butter-Verpackungen aus Wachspapier könnten bald verschwinden und durch andere Lösungen ersetzt werden.
Der Umbau wird teuer. "Es geht nicht nur um neues Material, sondern oft um den gesamten Maschinenpark", sagt Verpackungsexperte Johannes Bergmair zum ORF. Für viele Betriebe bedeutet das Investitionen in Millionenhöhe.
"Wenn man bedenkt, welche Umstellungsprozesse da passieren müssen, nicht nur bei den Verpackungsherstellern, sondern auch bei den Verpackungsanwendern, dann ist das schon sehr gewaltig", so Bergmair.