Schwere Unwetter haben in Äthiopien eine Flutkatastrophe ausgelöst. Nach heftigen Regenfällen kam es zu Überschwemmungen und Erdrutschen, bei denen mindestens 48 Menschen ums Leben kamen.
Die 48 Leichen wurden im Katastrophengebiet Gamo geborgen, wie die Polizei mitteilte. Gleichzeitig werden noch mindestens 95 Menschen vermisst. Rettungskräfte suchen weiterhin nach Überlebenden. Besonders stark betroffen sind Gebiete im Hochland. Dort lösten die extremen Niederschläge Erdrutsche aus und setzten Orte unter Wasser.
Auch in anderen Ländern Ostafrikas sorgt Starkregen derzeit für dramatische Szenen. In Kenia kamen zuletzt mindestens 49 Menschen ums Leben, nachdem heftige Regenfälle Teile der Hauptstadt Nairobi und umliegende Regionen überflutet hatten.
Wissenschaftler beobachten schon länger eine Zunahme solcher Extremwetter-Ereignisse in der Region. Studien zeigen, dass sowohl schwere Regenfälle als auch Dürreperioden in Ostafrika in den vergangenen zwanzig Jahren häufiger geworden sind.
Forscher warnen, dass der menschengemachte Klimawandel diese Entwicklung verstärkt. Steigende Temperaturen erhöhen demnach die Wahrscheinlichkeit, Dauer und Intensität von Extremwetter wie Starkregen deutlich.
Der Klimawandel trifft Äthiopien besonders stark. Steigende Temperaturen führen immer häufiger zu Dürren und Starkregen. Dadurch kommt es immer öfter zu Ernteausfällen, Überschwemmungen und Erdrutschen. Millionen Menschen sind von Hunger und Wasserknappheit bedroht. Experten warnen, dass sich diese Probleme in Zukunft weiter verschärfen könnten.