UNO-Generalsekretär António Guterres schlägt wegen der jüngsten Angriffe auf Ölanlagen im Nahen Osten Alarm. Die Vereinten Nationen seien angesichts der vielen Berichte über Attacken auf die iranische Infrastruktur "besonders besorgt", sagte Sprecher Stephane Dujarric vor Journalisten.
Die Angriffe könnten laut UNO "schwerwiegende ökologische Folgen für die gesamte Region" haben. Betroffen wären vor allem sauberes Trinkwasser, die Luftqualität und die unmittelbare Lebensmittelversorgung der Not leidenden Bevölkerung.
Dujarric rief die Kriegsparteien dazu auf, bei militärischen Einsätzen größte Vorsicht walten zu lassen. Zivilisten müssten vor den Folgen der Kämpfe geschützt werden. Zudem sollten Schäden an Krankenhäusern, Schulen, Wasserversorgung und anderer wichtiger Infrastruktur unbedingt vermieden werden.
Auch aus dem Iran selbst kommt eine Umwelt-Warnung. In einem Schreiben an Guterres schlug Vizepräsidentin Sheena Ansari Alarm. Die Chefin der iranischen Umweltschutzorganisation warnte vor langfristigen Folgen der US-Militäraktionen im Persischen Golf und im Golf von Oman.
Ansari betonte, dass militärische Einsätze, die zu Meeresverschmutzung, zerstörten Küstenlebensräumen oder Schäden an der biologischen Vielfalt führen, als Verletzung internationaler Verpflichtungen gewertet werden könnten. Grundlage dafür seien unter anderem Prinzipien der Stockholmer Erklärung von 1972 sowie der Rio-Erklärung von 1992.
Fakt ist: Der Krieg im ölreichen Golf könnte nicht nur politisch weiter eskalieren - sondern auch eine Umweltkatastrophe auslösen.