Die Energiepreise steigen rasant - vor allem seit der jüngsten Eskalation im Nahen Osten. Für Klimaschützer ist das ein klares Warnsignal. Aktivisten von Fridays For Future gehen deshalb am Dienstag (10. März) vor dem Bundeskanzleramt in Wien auf die Straße. Mit einer bildstarken Aktion wollen sie gegen Österreichs Abhängigkeit von Öl und Gas protestieren.
Binnen weniger Tage ist der Preis für Rohöl um rund 20 Prozent gestiegen. Das spüre die Bevölkerung direkt an den Zapfsäulen im ganzen Land. Gleichzeitig zeige die Entwicklung aber auch ein strukturelles Problem: Österreichs Mobilität und Energieversorgung seien weiterhin zu stark auf fossile Energie ausgerichtet.
Die Botschaft der Umweltschützer ist klar: "Die fossile Abhängigkeit wurde über Jahrzehnte vorangetrieben - insbesondere durch die mitregierende ÖVP", heißt es von Fridays For Future Austria. Die Aktivisten fragen: "Wo ist die politische Antwort?"
Mit der Aktion vor dem Kanzleramt richten die Aktivisten ihren Blick auf das kommende Doppelbudget der Bundesregierung, das im Juni beschlossen werden soll. Ihre Forderung: keine Förderungen mehr für Öl und Gas. Stattdessen solle die Regierung stärker in saubere, sichere und stabile Energiequellen investieren.
Begleitend zur Protestaktion rufen die jungen Aktivisten auch zur Unterstützung einer Petition gegen unsere Öl-Abhängigkeit auf. Damit soll politischer Druck aufgebaut werden, um Österreich langfristig aus Investitionen in fossile Energien herauszuführen.
Für die Aktivisten ist klar: Jeder neue Euro für Öl und Gas verlängert die Abhängigkeit - und treibt am Ende auch die Kosten für die Bevölkerung weiter in die Höhe.