8-mal so häufig wie früher

Warnung vor "Blitz-Dürren" – Landwirte ohne Chance

Hitzewellen lösen laut neuer Studie immer häufiger plötzliche "Blitz-Dürren" aus. Für Bauern kommt die Katastrophe meist ohne Vorwarnung.
Bernd Watzka
12.03.2026, 06:15
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Extreme Hitze und Dürre verstärken sich weltweit immer häufiger gegenseitig. Eine neue Studie in "Science Advances" zeigt nun: Hitzewellen lösen zunehmend sogenannte "Blitz-Dürren" aus - plötzliche Trockenperioden, die sich innerhalb weniger Wochen entwickeln.

Gerade diese Form der Dürre gilt als besonders gefährlich. Sie entsteht rasch und lässt Landwirten kaum Zeit, sich vorzubereiten oder Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Globale Erwärmung verschärft Dürren

Forscher aus Südkorea und Australien analysierten nun kombinierte Extremwetterereignisse - also Situationen, in denen Hitze und Dürre gleichzeitig auftreten. Ihr Ergebnis: Solche Ereignisse nehmen mit der globalen Erwärmung deutlich zu.

Um 17 Prozent häufiger als früher

In den 1980er Jahren betrafen diese Extrem-Kombinationen jährlich nur etwa 2,5 Prozent der Landflächen weltweit. Bis zum Jahr 2023 stieg dieser Anteil auf 16,7 Prozent. Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre lag er bereits bei knapp 8 Prozent.

Besonders stark wächst jene Variante, bei der zuerst extreme Hitze auftritt und anschließend eine Dürre auslöst. Laut den Forschern sind genau diese Ereignisse besonders zerstörerisch.

Schnelle Ausbreitung macht Sorgen

Die Geschwindigkeit der Entwicklung von "Blitz-Dürren" bereitet Wissenschaftlern zusätzliche Sorgen. Während die Häufigkeit solcher Extremereignisse in den ersten Jahrzehnten seit 1980 moderat zunahm, stieg sie in den vergangenen 22 Jahren achtmal schneller an.

"Gefährliches Zusammenspiel" von Klimafaktoren

Experten warnen vor diesem gefährlichen Zusammenspiel mehrerer Klimafaktoren. Wenn Hitze, Dürre und Waldbrandgefahr gleichzeitig auftreten, können sich die Auswirkungen dramatisch verstärken.

Beispiele dafür gab es bereits mehrfach: etwa die extreme Hitzewelle im Westen Nordamerikas im Jahr 2021, die Dürre am Jangtse in China 2022 oder die Rekordtrockenheit im Amazonasgebiet 2023 und 2024.

Hohes Risiko in USA, Südamerika und Afrika

Besonders stark steige das Risiko für "Blitz-Dürren" laut Studie derzeit in Südamerika, Westkanada, Alaska, im Westen der USA sowie in Teilen Afrikas. Für die Experten ist klar: Mit dem Klimawandel werden solche Extremereignisse häufiger - und für Landwirtschaft und Natur zur immer größeren Herausforderung.

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