Endlich Entspannung an der Zapfsäule: Die Preise für Benzin und Diesel geben wieder nach. Auslöser ist die Ankündigung der jüngste Waffenruhe im US-israelischen Angriffskrieg gegen den Iran. Die Lage hatte zuvor für massive Unsicherheit an den Märkten gesorgt – mit entsprechend hohen Preisen für Treibstoff.
Jetzt reagiert der Ölmarkt prompt: Der Preis für Rohöl sinkt, und das kommt auch bei den Tankstellen an. Ein Vergleich der Preisentwicklung an einer Tankstellen im Norden Wiens durch die "Kronen Zeitung" zeigt jetzt, dass Sprit wieder günstiger wird. Super-Benzin wurde demnach am Donnerstag 8 Cent pro Liter billiger, beim Diesel waren es 3 Cent.
In Maria Enzersdorf (siehe Bildstrecke oben) gibt es Diesel aktuell sogar wieder unter 2 Euro pro Liter.
Eine Verordnung der Regierung schreibt den Tankstellen vor, dass sie gesunkene Einkaufspreise auch umgehend an die Konsumenten weitergeben müssen. Dabei gibt es aber eine beobachtbare Verzögerung. Die Rohölpreise waren zwar bereits am Mittwoch gefallen, an der Tankstelle erfolgte die Anpassung aber erst Donnerstagmittag.
Der Grund: Die künftigen Treibstoffpreise werden bereits am Vorabend, zwischen 19 und 24 Uhr errechnet. Fällt der Preis erst später in der Nacht, wird das erst am darauffolgenden Tag berücksichtigt.

"Der gestrige Rückgang der Börsenpreise kommt heute bereits an den Zapfsäulen an. In sechs von neun Bundesländern sind beispielsweise die Dieselpreise an den günstigsten Tankstellen mittlerweile unter 2 Euro gesunken", kommentiert Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer die Entwicklung. Gleichzeitig werde sein Ressort in Zusammenarbeit mit der E-Control genau beobachten, dass jede Senkung am Weltmarkt auch an die heimischen Autofahrer weitergegeben wird.
Eine wirkliche Entspannung ist das aber noch nicht. Experten warnen, dass die Lage im Nahen Osten weiterhin fragil bleibt. Sollte der Konflikt wieder aufflammen, könnten auch die Spritpreise rasch wieder anziehen.
Für Autofahrer heißt es daher: aktuell profitieren, aber die Entwicklung im Auge behalten. Denn wie stabil die Preise bleiben, hängt stark von der geopolitischen Lage ab – und die ist weiterhin explosiv.