Unglaubliche Szenen spielten sich am Dienstagvormittag in Michelhausen (Bezirk Tulln) ab. Polizisten führten dort gemeinsam mit Sachverständigen technische Fahrzeugkontrollen durch.
Wie am Freitag bekannt wurde, bemerkten zwei 12-jährige E-Scooter-Lenker am Dienstag gegen 10.50 Uhr die Kontrolle. Die Kinder wendeten sofort und versuchten in die entgegengesetzte Richtung zu fliehen. Weil sie offensichtlich viel zu schnell unterwegs waren, nahmen die Polizisten die Verfolgung auf.
Doch statt anzuhalten, beschleunigten die beiden weiter. Trotz Blaulicht und Folgetonhorn rasten sie mit rund 50 km/h durch das Ortsgebiet. Einer der beiden Lenker stoppte kurze Zeit später.
Der Zweite setzte seine Flucht fort. Dabei erreichte er laut Polizei teilweise mehr als 80 km/h. Erlaubt sind in Österreich 25 km/h für E-Roller; für Fußgängerzonen und Wohnstraßen gilt Schrittgeschwindigkeit (ca. 5–10 km/h).
Selbst in einer 30er-Zone nahm das Kind den Fuß nicht vom Gas. Der Lenker missachtete mehrfach den Vorrang und geriet in mehreren Kurven auf die Gegenfahrbahn.
Nach rund zwei Kilometern bog der 12-Jährige in eine Straße ein, die durch einen Poller gesperrt war. Die Polizisten liefen hinterher und konnten ihn kurz darauf anhalten.
Die beiden Kinder aus dem Bezirk Tulln gaben bei der Kontrolle an, dass ihre E-Scooter voll aufgeladen bis zu 57 beziehungsweise 90 km/h schnell fahren könnten. Die Erziehungsberechtigten wurden bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde angezeigt.