Elektroautos sind in Niederösterreich weiter auf der Überholspur. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 7.825 reine E-Pkw neu zugelassen. Das sind um 32 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres und so viele wie noch nie in einem ersten Halbjahr. Das berichtet der Verkehrsclub Österreich (VCÖ).
Der Anteil der Elektroautos an allen Pkw-Neuzulassungen stieg auf 24,4 Prozent. Im ersten Halbjahr 2025 waren es noch 21,7 Prozent gewesen. Seit 2019 hat sich der Anteil damit beinahe verneunfacht.
Auch im Bundesländervergleich liegt Niederösterreich vorne. Kein anderes Bundesland verzeichnete im ersten Halbjahr mehr neu zugelassene Elektroautos.
Innerhalb Niederösterreichs führt der Bezirk Korneuburg die Rangliste an. Dort fuhren 31,1 Prozent aller neu zugelassenen Pkw rein elektrisch. Insgesamt kamen 463 neue E-Autos auf die Straßen.
Dahinter folgen Lilienfeld mit 29,8 Prozent und St. Pölten-Land mit 29,7 Prozent. Bei den Statutarstädten liegt Krems mit einem Anteil von 29,2 Prozent an der Spitze.
Den niedrigsten E-Auto-Anteil unter den Bezirken verzeichnet Mödling mit 19,6 Prozent. In Schwechat lag der Wert bei lediglich 6,3 Prozent.
Einen besonders großen Einfluss auf den Automarkt haben Firmen. Insgesamt wurden 57 Prozent aller Neuwagen in Niederösterreich auf Unternehmen oder andere juristische Personen zugelassen. Bei Dieselautos betrug der Anteil sogar 74 Prozent, bei Elektroautos waren es 55 Prozent.
Der VCÖ fordert deshalb ein Ende der steuerlichen Begünstigung von privat genutzten Firmenwagen mit Benzin- oder Dieselmotor. Diese Förderung koste Österreich laut Berechnungen rund 500 Millionen Euro pro Jahr.
Der Sachbezug für Verbrenner-Firmenwagen solle erhöht und deren steuerliche Absetzbarkeit schrittweise reduziert werden.