Lange Wartezeiten, vergebliche Hoffnung auf ein Bett: Patienten des Landesklinikums Mödling berichten seit dem Wochenende vermehrt über eine angespannte Situation im niederösterreichischen Spital.
Betroffene berichteten "Heute" von besonders vollen Wartezimmern am Wochenende. Für einen Pensionisten mit einer gerissenen Achillessehne hatte man am Dienstag offenbar kein Bett. Der Mann, der keinen Pfleger hat und nicht alleine gehen kann, musste laut Augenzeugen mit seinen Angehörigen wieder umkehren. Eine schwerkranke Patientin dürfte aufgrund hoher Auslastung mit Akut-Patienten seit Tagen zwischen Spital und ihrem Pflegeheim pendeln.
Auf "Heute"-Anfrage heißt es aus dem Spital, dass "die derzeitigen Temperaturen" das Gesundheitssystem vor "zusätzliche Herausforderungen" stellen. "Aufgrund des hohen Patientenaufkommens am Landesklinikum Mödling, vor allem in der Internen Abteilung, werden Patientinnen und Patienten teilweise auf anderen Stationen untergebracht."
Dennoch betonte man: "Die medizinische Versorgung ist uneingeschränkt sichergestellt, und es werde keine Patientin und kein Patient abgewiesen." Aufnahme und Behandlung von Patientinnen und Patienten würden sich stets nach der medizinischen Dringlichkeit richten.
"Uns wurde gesagt, man habe keinen Platz", legt sich indes die Tochter der bettlägrigen Patientin fest, sie kämpfte vergeblich für den Verbleib der Mutter im Spital. "In manchen Fällen kann eine vorübergehende Entlassung bis zum geplanten Eingriff oder zur weiteren Behandlung erfolgen", hieß es dazu. Dennoch gestand man ein: "Das Klinikum war stark ausgelastet. Die Versorgung aller Patientinnen und Patienten war jedoch jederzeit gewährleistet."