Umbruch am Gebrauchtwagenmarkt

"Lass mich nicht verarschen!" Mann steigt auf E-Auto um

Gebrauchtwagen-Experte Patrick Breiteneder erklärt, wie sich wegen der steigenden Spritkosten der Bedarf an E-Autos aus zweiter Hand verändert.
Maxim Zdziarski
28.03.2026, 07:00
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Die explodierenden Spritpreise sorgen nicht nur für Frust bei Autofahrern – sie verändern auch den Markt. Besonders bei Gebrauchtwagen zeigt sich aktuell ein klarer Trend: Weg vom Verbrenner, hin zum E-Auto.

Gebrauchtwagen-Experte Patrick Breiteneder aus Amstetten bestätigt im "Heute"-Talk: "Gute, gebrauchte Elektrofahrzeuge erfreuen sich aktuell wieder größerer Nachfrage." Viele seiner Kunden hätten schon länger mit dem Gedanken gespielt, auf ein E-Auto umzusteigen – doch nun gab die aktuelle Krise den letzten Anstoß.

Gebrauchtwagen-Profi Patrick Breiteneder: Der Niederösterreicher blickt auf 30 Jahre Berufserfahrung zurück.
Breiteneder

"Die steigenden Spritpreise haben bei einigen Leuten das Fass zum Überlaufen gebracht, zudem verfügen viele Käufer über eine eigene PV-Anlage. Weiters werden Reichweite und Ladeinfrastruktur immer besser, was in der Vergangenheit klare Nachteile der E-Mobilität waren", so Breiteneder.

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Basierend auf Daten von e-control, ohne Gewähr für die Richtigkeit.

Sprit-Krise lässt Fass überlaufen

Ein Käufer brachte dabei die Stimmung auf den Punkt: "Ich lasse mich von denen sicher nicht mehr verarschen. Mit den Preisen raufgehen können sie ganz schnell, aber runtergehen dann nicht mehr. Ich wollte erst nächstes Jahr ein E-Auto kaufen – jetzt ziehe ich es eben vor." Vor allem private Käufer greifen laut Breiteneder jetzt zu – und kehren ihren bisherigen Verbrennern den Rücken.

Vor allem im ländlichen Bereich, wo viele bereits eine Fotovoltaik-Anlage am Dach haben und deshalb zu Hause laden können, brauchen nun nicht mehr zu horrenden Spritpreisen an die Zapfsäule zu fahren. Sie nutzen einfach die Sonnenenergie und sind so de facto autark und mobil.

Stimmung kippt

Auch auf Social Media zeigt sich, wie angespannt die Lage mittlerweile ist. Viele "Heute"-Leser fühlen sich der Regierung im Stich gelassen. "Ich gehe nicht arbeiten, um nur den Sprit zu zahlen", schreibt ein User. Andere warnen bereits vor einem "Kollaps" oder fordern sogar einen "Generalstreik". Pendler rechnen vor, dass bei weiter steigenden Preisen mehrere hundert Euro monatlich nur für Treibstoff anfallen könnten.

Markt im Umbruch

Der Gebrauchtwagenmarkt verändert sich derzeit spürbar. Während klassische Verbrenner zunehmend unter Druck geraten, steigt die Nachfrage nach leistbaren E-Autos rapide. Für viele Autofahrer ist der Umstieg längst keine Frage mehr des "Ob", sondern nur noch des "Wann".

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